Shopware 6 × beeShip

Shopware Lagerbestand und verfügbarer Bestand — warum die Zahl nicht stimmt.

Shopware Lagerbestand und verfügbarer Bestand – kaum eine Frage taucht in Shopware-Foren so oft auf. Früher führte Shopware zwei getrennte Felder, seit Version 6.6 ist daraus eine einzige Zahl geworden. Was das für dein Lager bedeutet – und ab wann du eine zweite Ebene brauchst.

Was sich in 6.6 geändert hatWarum der Bestand negativ wirdReservierung vs. physischer BestandBuchung beim Scannen
Die Verwirrung hat einen Grund

Shopware Lagerbestand und verfügbarer Bestand: zwei Felder, heute eines.

Früher

Lagerbestand und verfügbarer Bestand

Shopware führte zwei getrennte Werte. Der eine stand für die Ware im Regal, der andere für das, was nach offenen Bestellungen noch verkaufbar war.

Seit 6.6

Eine Zahl, in Echtzeit gepflegt

Mit der neuen Stock-API bleibt nur noch der Lagerbestand. Er wird bei Bestellung, Änderung, Stornierung und Erstattung direkt angepasst. Der „verfügbare Bestand“ spiegelt laut Shopware nur noch den Lagerbestand wider.

Die Folge

Kein Reservierungsbegriff mehr

Eine Zahl kann nicht gleichzeitig ausdrücken, was im Regal liegt und was davon schon verplant ist. Genau an dieser Stelle fängt das Lager an, vom Shop abzuweichen.

Shopware Lagerbestand und verfügbarer Bestand fallen seit Version 6.6 zu einer einzigen Bestandszahl zusammen
Zwei Felder, eine Zahl — Seit Shopware 6.6 pflegt die Stock-API nur noch den Lagerbestand. Der verfügbare Bestand spiegelt ihn laut Shopware lediglich wider.
Wo die Abweichung entsteht

Drei Situationen, die jeder Shopware-Händler kennt.

SituationWas im Shop passiertWas im Lager wirklich gilt
Bestellung liegt noch ungepacktBestand wurde bereits reduziertDie Ware steht noch im Regal – sie ist verplant, aber nicht entnommen
Bestellung wird nachträglich bearbeitetDie Anpassung greift nicht immer sauberDie tatsächliche Menge im Regal bleibt unverändert
Bruch oder Retoure in PrüfungZählt weiter als verkaufbarDie Ware existiert, darf aber nicht verkauft werden
Bestand wird negativShopware lässt es rechnerisch zuEin negativer Bestand ist immer ein Symptom, nie eine Ursache
Wie beeShip das auflöst

Die zweite Ebene liegt im Lager, nicht im Shop.

1

Der Bestand entsteht beim Scannen

Jede Entnahme wird im Moment des Scans am Lagerplatz gebucht – nicht beim Anlegen der Bestellung und nicht abends.

2

Gesperrte Ware wird getrennt

Bruch, Retouren in Prüfung und Klärfälle liegen im Sperrlager und zählen nicht zum verkaufbaren Bestand.

3

Shopware bekommt eine saubere Zahl

Zurückgeschrieben wird der Bestand, der tatsächlich verkauft werden darf – nicht der rechnerische Rest.

4

Jede Bewegung bleibt nachvollziehbar

Weicht etwas ab, lässt sich zurückverfolgen, wann und an welchem Lagerplatz es passiert ist.

Vier Schritte vom Scan am Lagerplatz über das Sperrlager bis zur geprüften Bestandszahl im Shop
Die Buchung am Regal — Der verkaufbare Bestand entsteht beim Scannen der Entnahme, nicht beim Anlegen der Bestellung.
Warum das zwei Systeme braucht

Shopware ist ein Shop, kein Lager.

Das ist keine Kritik an Shopware. Ein Shopsystem soll verkaufen, und das tut es hervorragend. Eine Bestandsführung mit Lagerorten, Sperrbeständen und Entnahmebuchungen ist schlicht eine andere Aufgabe.

Shopware

Führt die Zahl

Produkt, Preis, Verfügbarkeit im Shop, Bestellung.

beeShip

Führt die Ware

Wo sie liegt, wer sie entnommen hat, was gesperrt ist, was tatsächlich raus ist.

Die Verbindung

Eine Zahl, eine Wahrheit

beeShip meldet den verkaufbaren Bestand zurück, Shopware zeigt ihn an.

Was Shopware selbst dokumentiert

Erst buchen, dann melden.

Wer Shopware Lagerbestand und verfügbarer Bestand nebeneinander sucht, findet in der Administration nur noch ein Feld am Artikel. Die Shopware-Dokumentation zu Produkten beschreibt, wo dieser Wert gepflegt wird und welche Angaben daneben darüber entscheiden, ob ein Artikel im Verkaufskanal überhaupt kaufbar ist.

Wichtig ist der Unterschied zwischen Pflege und Wahrheit. Shopware pflegt die Zahl zuverlässig: Sie sinkt bei einer Bestellung und steigt bei Storno oder Erstattung wieder. Ob die Ware im Regal tatsächlich noch liegt, prüft dabei niemand. Genau deshalb hilft es wenig, den Shopware Lagerbestand von Hand zu korrigieren. Die Korrektur beschreibt einen Zustand, den nie jemand gesehen hat, und beim nächsten Durchlauf steht dieselbe Abweichung wieder da.

Die belastbare Reihenfolge ist umgekehrt. Zuerst wird gebucht, wo die Ware bewegt wird – am Lagerplatz, im Moment des Scans. Danach meldet beeShip den verkaufbaren Bestand an Shopware. Der verfügbare Bestand im Shop ist dann kein Schätzwert mehr, sondern das Ergebnis einer Bewegung, die jemand mit dem Scanner quittiert hat. Auch der häufigste Sonderfall löst sich damit auf: Ware, die im Haus ist, aber nicht verkauft werden darf. Sie liegt im Sperrlager und fällt aus der gemeldeten Zahl heraus, bis sie geprüft ist. Wie das bei Rücksendungen abläuft, steht auf Shopware Retourenportal.

Der Unterschied

Shopware Lagerbestand im Shop geführt oder im Lager gebucht.

Nur mit Shopware

  • Eine Zahl für alles
  • Kein Lagerort, kein Fach
  • Gesperrte Ware nicht abgrenzbar
  • Korrektur von Hand in der Administration
  • Kein Protokoll, wann es auseinanderlief

Shopware gemeinsam mit beeShip

  • Buchung im Moment der Entnahme
  • Bestand je Artikel und je Lagerplatz
  • Sperrlager trennt nicht verkaufsfähige Ware
  • Zählen im laufenden Betrieb
  • Jede Bewegung protokolliert

Wie der Abgleich technisch läuft, steht auf Shopware Bestandsabgleich. Zu mehreren Lagerorten siehe Shopware mehrere Lager.

Vergleichsmatrix: welche Bestandsfragen die Administration beantwortet und welche das Lager
Fünf Fragen, zwei Systeme — Nur die erste Zeile ist eine Shopfrage. Die anderen vier setzen einen Lagerplatz und eine Buchung voraus.
Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Was ist der Unterschied zwischen Shopware Lagerbestand und verfügbarem Bestand?

Shopware Lagerbestand und verfügbarer Bestand waren historisch zwei Felder: den Lagerbestand und den um offene Bestellungen reduzierten verfügbaren Bestand. Seit Shopware 6.6 und der neuen Stock-API bleibt faktisch eine Zahl übrig, die bei Bestellung, Änderung, Stornierung und Erstattung in Echtzeit angepasst wird.

Warum wird mein verfügbarer Bestand negativ?

Ein negativer Wert entsteht, wenn mehr abgebucht als eingebucht wurde – etwa durch nachträglich bearbeitete Bestellungen oder Korrekturen von Hand. Die Zahl ist das Symptom; die Ursache liegt darin, dass die Buchung nicht dort passiert, wo die Ware bewegt wird.

Kann ich den verfügbaren Bestand deaktivieren?

Was im Shop angezeigt wird, steuerst du in Shopware. Das löst aber nicht das eigentliche Problem – dass der Wert nicht der Ware im Regal entspricht.

Welchen Wert schreibt beeShip zurück?

Den verkaufbaren Bestand: die physische Menge abzüglich dessen, was im Sperrlager liegt. Gebucht wird beim Scannen der Entnahme.

Brauche ich dafür wirklich ein zweites System?

Unterhalb von etwa 20 Paketen am Tag meist nicht. Sobald mehrere Personen packen, Retouren geprüft werden oder Ware gesperrt werden muss, reicht eine einzelne Zahl im Shop nicht mehr aus.

Funktioniert das auch mit mehreren Verkaufskanälen?

Ja. Der Bestand entsteht einmal im Lager und wird an die angebundenen Kanäle gemeldet.

Einen Bestand, dem du glaubst.

In der Demo gehen wir eine Entnahme durch – vom Scan im Regal bis zur Zahl in deiner Shopware-Administration.

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