Shopware Lagerbestand und verfügbarer Bestand – kaum eine Frage taucht in Shopware-Foren so oft auf. Früher führte Shopware zwei getrennte Felder, seit Version 6.6 ist daraus eine einzige Zahl geworden. Was das für dein Lager bedeutet – und ab wann du eine zweite Ebene brauchst.
Shopware führte zwei getrennte Werte. Der eine stand für die Ware im Regal, der andere für das, was nach offenen Bestellungen noch verkaufbar war.
Mit der neuen Stock-API bleibt nur noch der Lagerbestand. Er wird bei Bestellung, Änderung, Stornierung und Erstattung direkt angepasst. Der „verfügbare Bestand“ spiegelt laut Shopware nur noch den Lagerbestand wider.
Eine Zahl kann nicht gleichzeitig ausdrücken, was im Regal liegt und was davon schon verplant ist. Genau an dieser Stelle fängt das Lager an, vom Shop abzuweichen.
| Situation | Was im Shop passiert | Was im Lager wirklich gilt |
|---|---|---|
| Bestellung liegt noch ungepackt | Bestand wurde bereits reduziert | Die Ware steht noch im Regal – sie ist verplant, aber nicht entnommen |
| Bestellung wird nachträglich bearbeitet | Die Anpassung greift nicht immer sauber | Die tatsächliche Menge im Regal bleibt unverändert |
| Bruch oder Retoure in Prüfung | Zählt weiter als verkaufbar | Die Ware existiert, darf aber nicht verkauft werden |
| Bestand wird negativ | Shopware lässt es rechnerisch zu | Ein negativer Bestand ist immer ein Symptom, nie eine Ursache |
Jede Entnahme wird im Moment des Scans am Lagerplatz gebucht – nicht beim Anlegen der Bestellung und nicht abends.
Bruch, Retouren in Prüfung und Klärfälle liegen im Sperrlager und zählen nicht zum verkaufbaren Bestand.
Zurückgeschrieben wird der Bestand, der tatsächlich verkauft werden darf – nicht der rechnerische Rest.
Weicht etwas ab, lässt sich zurückverfolgen, wann und an welchem Lagerplatz es passiert ist.
Das ist keine Kritik an Shopware. Ein Shopsystem soll verkaufen, und das tut es hervorragend. Eine Bestandsführung mit Lagerorten, Sperrbeständen und Entnahmebuchungen ist schlicht eine andere Aufgabe.
Produkt, Preis, Verfügbarkeit im Shop, Bestellung.
Wo sie liegt, wer sie entnommen hat, was gesperrt ist, was tatsächlich raus ist.
beeShip meldet den verkaufbaren Bestand zurück, Shopware zeigt ihn an.
Wer Shopware Lagerbestand und verfügbarer Bestand nebeneinander sucht, findet in der Administration nur noch ein Feld am Artikel. Die Shopware-Dokumentation zu Produkten beschreibt, wo dieser Wert gepflegt wird und welche Angaben daneben darüber entscheiden, ob ein Artikel im Verkaufskanal überhaupt kaufbar ist.
Wichtig ist der Unterschied zwischen Pflege und Wahrheit. Shopware pflegt die Zahl zuverlässig: Sie sinkt bei einer Bestellung und steigt bei Storno oder Erstattung wieder. Ob die Ware im Regal tatsächlich noch liegt, prüft dabei niemand. Genau deshalb hilft es wenig, den Shopware Lagerbestand von Hand zu korrigieren. Die Korrektur beschreibt einen Zustand, den nie jemand gesehen hat, und beim nächsten Durchlauf steht dieselbe Abweichung wieder da.
Die belastbare Reihenfolge ist umgekehrt. Zuerst wird gebucht, wo die Ware bewegt wird – am Lagerplatz, im Moment des Scans. Danach meldet beeShip den verkaufbaren Bestand an Shopware. Der verfügbare Bestand im Shop ist dann kein Schätzwert mehr, sondern das Ergebnis einer Bewegung, die jemand mit dem Scanner quittiert hat. Auch der häufigste Sonderfall löst sich damit auf: Ware, die im Haus ist, aber nicht verkauft werden darf. Sie liegt im Sperrlager und fällt aus der gemeldeten Zahl heraus, bis sie geprüft ist. Wie das bei Rücksendungen abläuft, steht auf Shopware Retourenportal.
Wie der Abgleich technisch läuft, steht auf Shopware Bestandsabgleich. Zu mehreren Lagerorten siehe Shopware mehrere Lager.
Shopware Lagerbestand und verfügbarer Bestand waren historisch zwei Felder: den Lagerbestand und den um offene Bestellungen reduzierten verfügbaren Bestand. Seit Shopware 6.6 und der neuen Stock-API bleibt faktisch eine Zahl übrig, die bei Bestellung, Änderung, Stornierung und Erstattung in Echtzeit angepasst wird.
Ein negativer Wert entsteht, wenn mehr abgebucht als eingebucht wurde – etwa durch nachträglich bearbeitete Bestellungen oder Korrekturen von Hand. Die Zahl ist das Symptom; die Ursache liegt darin, dass die Buchung nicht dort passiert, wo die Ware bewegt wird.
Was im Shop angezeigt wird, steuerst du in Shopware. Das löst aber nicht das eigentliche Problem – dass der Wert nicht der Ware im Regal entspricht.
Den verkaufbaren Bestand: die physische Menge abzüglich dessen, was im Sperrlager liegt. Gebucht wird beim Scannen der Entnahme.
Unterhalb von etwa 20 Paketen am Tag meist nicht. Sobald mehrere Personen packen, Retouren geprüft werden oder Ware gesperrt werden muss, reicht eine einzelne Zahl im Shop nicht mehr aus.
Ja. Der Bestand entsteht einmal im Lager und wird an die angebundenen Kanäle gemeldet.
In der Demo gehen wir eine Entnahme durch – vom Scan im Regal bis zur Zahl in deiner Shopware-Administration.