Die Gambio Schnittstelle gibt es in zwei Ausbaustufen. Die neuere klingt nach der besseren Wahl und ist es für Lageranbindungen nicht: In Version 3 gibt es weder Bestellungen noch Artikel. Wer Aufträge holen oder Bestände schreiben will, muss die ältere Version nutzen.
Beide erreichst du unter deiner Shop-Adresse über den API-Pfad, beide unterstützen Filter, Sortierung und Seitenweise Abfrage.
Rund achtzig Endpunkte – darunter Bestellungen, Bestellpositionen, Bestellstatus, Artikel, Versanddienstleister und Sendungsnummern.
Gut vierzig Endpunkte, jedoch weder Bestellungen noch Artikel. Enthalten sind unter anderem Kunden, Adressen, Optionen, Varianten, Shop-Konfiguration und Widerrufe.
Jede Lager- oder Versandanbindung muss auf der älteren Version aufsetzen. Das ist kein Versehen der Anbieter, sondern der einzige Weg.
| Punkt | Situation |
|---|---|
| Bestellungen lesen | möglich, nur über v2 |
| Artikel und Bestand lesen/schreiben | möglich, nur über v2 |
| Bestand als Struktur | nein – eine schlichte Ganzzahl am Artikel |
| Verfügbar vs. physisch | kein Unterschied vorgesehen |
| Reservierungen | gibt es nicht |
| Versendete Teilmenge je Position | kein Feld vorhanden – Teillieferung ist strukturell nicht abbildbar |
| Sendungsnummern | eigener Endpunkt an der Bestellung |
| Versanddienstleister | als Liste abrufbar |
Weil die Schnittstelle nur eine Menge kennt, muss die Unterscheidung zwischen verkaufbar, reserviert und gesperrt außerhalb von Gambio geführt werden.
Wenn die Bestellposition keine versendete Menge kennt, muss diese Information im Lagersystem liegen – sonst existiert sie gar nicht.
Ohne eindeutige Kennung je Artikel und Variante lässt sich weder abgleichen noch scannen. Das ist die wichtigste Vorarbeit.
Die Frage nach der API-Version ist keine Formalie. Sie entscheidet, welche Daten überhaupt zur Verfügung stehen.
Bei den meisten Systemen gilt: Die höhere Versionsnummer ist die bessere Wahl. Bei der Gambio Schnittstelle ist das nicht so. Version 3 ist technisch moderner aufgebaut, deckt aber andere Bereiche ab. Wer die Endpunktliste der Version 3 in der offiziellen Entwicklerdokumentation durchgeht, findet Kunden, Adressen, Optionen, Varianten, Shop-Konfiguration und Widerrufe – aber keine Bestellungen und keine Artikel.
Genau diese beiden fehlenden Bereiche sind das, was ein Lagersystem braucht. Ohne Bestellungen gibt es nichts zu kommissionieren, ohne Artikel gibt es keinen Bestand zu schreiben. Deshalb setzt jede ernsthafte Anbindung auf Version 2 auf. Das ist kein Zeichen für eine veraltete Lösung, sondern schlicht der einzige Weg, der die nötigen Daten liefert.
Praktisch heißt das zweierlei. Erstens: Wenn ein Anbieter mit „neueste API“ wirbt, ist das für dein Lager keine Aussage über Qualität. Frag lieber, ob Bestellungen samt Positionen gelesen und Bestände geschrieben werden. Zweitens: Was die Gambio Schnittstelle nicht kennt, muss woanders entstehen. Reservierung, Sperrbestand, Lagerplatz und versendete Teilmenge tauchen in keiner der beiden Versionen als Feld auf – sie gehören in die Lagerebene darunter.
Was diese Ebene im Alltag verändert, steht auf Gambio Warenwirtschaft, und wie daraus Versandetiketten werden, auf Gambio DHL Versand. Den Überblick über alle Bausteine gibt Gambio Lagerverwaltung.
Im Gambio-Adminbereich wird ein Zugang für die Schnittstelle erzeugt. Mehr ist am Shop nicht zu tun.
Die Artikelstammdaten werden importiert und im Lager mit Lagerplätzen versehen.
Neue Bestellungen werden automatisch abgeholt, samt Positionen und Adressen.
Nach Wareneingang, Entnahme oder Korrektur wird die verkaufbare Menge an Gambio geschrieben.
Den Überblick gibt Gambio Warenwirtschaft.
Version 2. Version 3 enthält weder Bestellungen noch Artikel und kommt für Auftrags- und Bestandsabgleich nicht in Frage.
Version 3 deckt andere Bereiche ab – etwa Kunden, Adressen, Optionen, Varianten und Shop-Konfiguration. Der Auftrags- und Artikelbereich ist dort nicht enthalten.
Als schlichte Ganzzahl am Artikel. Es gibt keine Unterscheidung zwischen physischem und verfügbarem Bestand und keine Reservierungen.
Nein. Die Bestellposition kennt kein Feld für eine versendete Teilmenge. Diese Information muss im Lagersystem geführt werden.
Nein. Die Anbindung nutzt die vorhandene Schnittstelle; es muss nichts zusätzlich installiert werden.
Vor allem eindeutige Artikelnummern je Artikel und Variante. Ohne sie ist ein sauberer Abgleich nicht möglich.
Wir schauen uns deinen Shop an und sagen dir, was vorab zu tun ist.