Gambio × beeShip

Gambio Schnittstelle & API — warum v3 nicht reicht.

Die Gambio Schnittstelle gibt es in zwei Ausbaustufen. Die neuere klingt nach der besseren Wahl und ist es für Lageranbindungen nicht: In Version 3 gibt es weder Bestellungen noch Artikel. Wer Aufträge holen oder Bestände schreiben will, muss die ältere Version nutzen.

v2 mit Bestellungen und Artikelnv3 ohne beidesBestand als schlichte ZahlWas das für ein WMS heißt
Die zwei Versionen nebeneinander

Die Gambio Schnittstelle gibt es zweimal – und nur einmal vollständig.

Beide erreichst du unter deiner Shop-Adresse über den API-Pfad, beide unterstützen Filter, Sortierung und Seitenweise Abfrage.

Version 2

Der vollständige Satz

Rund achtzig Endpunkte – darunter Bestellungen, Bestellpositionen, Bestellstatus, Artikel, Versanddienstleister und Sendungsnummern.

Version 3

Modern, aber unvollständig

Gut vierzig Endpunkte, jedoch weder Bestellungen noch Artikel. Enthalten sind unter anderem Kunden, Adressen, Optionen, Varianten, Shop-Konfiguration und Widerrufe.

Die Folge

v2 bleibt Pflicht

Jede Lager- oder Versandanbindung muss auf der älteren Version aufsetzen. Das ist kein Versehen der Anbieter, sondern der einzige Weg.

Gambio Schnittstelle im Vergleich: Version 2 mit Bestellungen und Artikeln, Version 3 ohne beides
v2 gegen v3 — Version 3 ist moderner, enthält aber weder Bestellungen noch Artikel. Fürs Lager bleibt nur v2.
Was die Schnittstelle hergibt – und was nicht

Die relevanten Punkte für eine Lageranbindung.

PunktSituation
Bestellungen lesenmöglich, nur über v2
Artikel und Bestand lesen/schreibenmöglich, nur über v2
Bestand als Strukturnein – eine schlichte Ganzzahl am Artikel
Verfügbar vs. physischkein Unterschied vorgesehen
Reservierungengibt es nicht
Versendete Teilmenge je Positionkein Feld vorhanden – Teillieferung ist strukturell nicht abbildbar
Sendungsnummerneigener Endpunkt an der Bestellung
Versanddienstleisterals Liste abrufbar
Was daraus für dein Lager folgt

Drei praktische Konsequenzen.

Bestand muss woanders entstehen

Eine Ganzzahl ist kein Lager

Weil die Schnittstelle nur eine Menge kennt, muss die Unterscheidung zwischen verkaufbar, reserviert und gesperrt außerhalb von Gambio geführt werden.

Teilmengen brauchen eine zweite Ebene

Im Shop nicht darstellbar

Wenn die Bestellposition keine versendete Menge kennt, muss diese Information im Lagersystem liegen – sonst existiert sie gar nicht.

Stammdaten sauber halten

Eindeutige Artikelnummern

Ohne eindeutige Kennung je Artikel und Variante lässt sich weder abgleichen noch scannen. Das ist die wichtigste Vorarbeit.

Warum die Versionsnummer in die Irre führt

Was das für die Auswahl einer Lösung bedeutet.

Die Frage nach der API-Version ist keine Formalie. Sie entscheidet, welche Daten überhaupt zur Verfügung stehen.

Bei den meisten Systemen gilt: Die höhere Versionsnummer ist die bessere Wahl. Bei der Gambio Schnittstelle ist das nicht so. Version 3 ist technisch moderner aufgebaut, deckt aber andere Bereiche ab. Wer die Endpunktliste der Version 3 in der offiziellen Entwicklerdokumentation durchgeht, findet Kunden, Adressen, Optionen, Varianten, Shop-Konfiguration und Widerrufe – aber keine Bestellungen und keine Artikel.

Genau diese beiden fehlenden Bereiche sind das, was ein Lagersystem braucht. Ohne Bestellungen gibt es nichts zu kommissionieren, ohne Artikel gibt es keinen Bestand zu schreiben. Deshalb setzt jede ernsthafte Anbindung auf Version 2 auf. Das ist kein Zeichen für eine veraltete Lösung, sondern schlicht der einzige Weg, der die nötigen Daten liefert.

Praktisch heißt das zweierlei. Erstens: Wenn ein Anbieter mit „neueste API“ wirbt, ist das für dein Lager keine Aussage über Qualität. Frag lieber, ob Bestellungen samt Positionen gelesen und Bestände geschrieben werden. Zweitens: Was die Gambio Schnittstelle nicht kennt, muss woanders entstehen. Reservierung, Sperrbestand, Lagerplatz und versendete Teilmenge tauchen in keiner der beiden Versionen als Feld auf – sie gehören in die Lagerebene darunter.

Was diese Ebene im Alltag verändert, steht auf Gambio Warenwirtschaft, und wie daraus Versandetiketten werden, auf Gambio DHL Versand. Den Überblick über alle Bausteine gibt Gambio Lagerverwaltung.

Wie die Anbindung praktisch läuft

Vier Schritte, einmalig.

1

API-Zugang anlegen

Im Gambio-Adminbereich wird ein Zugang für die Schnittstelle erzeugt. Mehr ist am Shop nicht zu tun.

2

Artikel übernehmen

Die Artikelstammdaten werden importiert und im Lager mit Lagerplätzen versehen.

3

Bestellungen laufen ein

Neue Bestellungen werden automatisch abgeholt, samt Positionen und Adressen.

4

Bestand geht zurück

Nach Wareneingang, Entnahme oder Korrektur wird die verkaufbare Menge an Gambio geschrieben.

Vier Schritte der Anbindung: API-Zugang, Artikelimport, Bestellabruf und Rückschreiben des Bestands
Einmal einrichten — Danach laufen Artikel, Bestellungen und Bestandsmeldung über denselben Zugang.
Der Unterschied

Direkt am Shop oder mit Lagerebene.

Nur Gambio und seine API

  • Eine Bestandszahl je Artikel
  • Keine Reservierung, kein Sperrbestand
  • Teilmengen nicht abbildbar
  • Kein Lagerort
  • Neue API-Version ohne Bestellungen

Gambio plus beeShip

  • Bestand je Artikel und je Platz
  • Sperrlager getrennt geführt
  • Teilmengen im Lager dokumentiert
  • Lagerplatz und Pickweg
  • Anbindung über die passende Version

Den Überblick gibt Gambio Warenwirtschaft.

Eine Bestandszahl am Artikel gegen vier getrennte Zustände: verkaufbar, reserviert, gesperrt, unterwegs
Eine Zahl, vier Zustände — Die API kennt nur eine Menge. Verkaufbar, reserviert und gesperrt entstehen im Lagersystem.
Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Welche Gambio-API-Version brauche ich für eine Lageranbindung?

Version 2. Version 3 enthält weder Bestellungen noch Artikel und kommt für Auftrags- und Bestandsabgleich nicht in Frage.

Warum gibt es in v3 keine Bestellungen?

Version 3 deckt andere Bereiche ab – etwa Kunden, Adressen, Optionen, Varianten und Shop-Konfiguration. Der Auftrags- und Artikelbereich ist dort nicht enthalten.

Wie ist der Bestand in der Schnittstelle abgebildet?

Als schlichte Ganzzahl am Artikel. Es gibt keine Unterscheidung zwischen physischem und verfügbarem Bestand und keine Reservierungen.

Kann ich Teillieferungen über die API abbilden?

Nein. Die Bestellposition kennt kein Feld für eine versendete Teilmenge. Diese Information muss im Lagersystem geführt werden.

Brauche ich ein Modul im Shop?

Nein. Die Anbindung nutzt die vorhandene Schnittstelle; es muss nichts zusätzlich installiert werden.

Was muss ich vorbereiten?

Vor allem eindeutige Artikelnummern je Artikel und Variante. Ohne sie ist ein sauberer Abgleich nicht möglich.

Die Anbindung einmal durchsprechen.

Wir schauen uns deinen Shop an und sagen dir, was vorab zu tun ist.

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