Die Gambio Warenwirtschaft ist kein eigenes Modul, sondern eine Handvoll Einstellungen am Artikel. Gambio wirbt mit integrierter Lagerverwaltung, und das ist berechtigt: Der Shop verkauft nichts, was nicht da ist. Schaut man genauer hin, besteht diese Bestandsführung allerdings aus einer Zahl je Artikel und ein paar Häkchen. Für viele Shöps reicht das. Ab einem bestimmten Punkt nicht mehr.
Unter Artikel & Kategorien findest du genau diesen Funktionsumfang: Bestand prüfen, Artikel oder Attribut inaktiv setzen, Attributbestand anzeigen, Bestandsprüfung vor dem Warenkorb, maximale Bestellmenge – und den entscheidenden Punkt: Artikelmenge vom Artikelbestand abziehen, wenn der Artikel bestellt wurde.
Der Bestand hängt direkt am Artikel. Es gibt kein Feld dafür, wo diese Menge liegt.
Nicht beim Packen, nicht beim Versand. Sobald bestellt wird, sinkt die Zahl – unabhängig davon, ob die Ware das Haus verlässt.
Beim Stornieren lässt sich die Menge dem Lager wieder gutschreiben. Andere Bestandsereignisse kennt das System nicht.
Das sind keine versteckten Funktionen, die man übersehen könnte. Die Begriffe existieren dort schlicht nicht.
| Begriff | Treffer im Handbuch |
|---|---|
| Teillieferung | 0 |
| Inventur | 0 |
| Lagerplatz / Lagerort | 0 |
| Kommissionierung / Pickliste | 0 |
| Mehrlager | 0 |
| Seriennummer / Chargen | 0 |
| Barcode | 1 |
Weil die Menge schon bei der Bestellung sinkt, blockieren unbezahlte Bestellungen den Bestand, bis jemand storniert.
Ohne Lagerplatz läuft jeder Picker nach Gedächtnis. Neue Mitarbeiter brauchen Wochen statt Stunden.
Es gibt keinen Vorgang, der bestätigt, dass die richtige Ware im Paket liegt. Das merkt erst der Kunde.
Es ist selten ein einzelner Tag, an dem es kippt. Es sind wiederkehrende Kleinigkeiten, die alle dieselbe Ursache haben.
Die Gambio Warenwirtschaft ist für den Fall gebaut, in dem eine Person bestellt, packt und weiß, wo alles liegt. Für diesen Fall funktioniert sie gut: Der Bestand steht am Artikel, der Shop prüft ihn vor dem Kauf, und beim Stornieren lässt sich die Menge dem Lager wieder gutschreiben. Mehr braucht es nicht, solange das Wissen über das Regal in einem Kopf liegt.
Verschiebt sich das, verschiebt sich auch der Anspruch. Kommt eine zweite Person ins Lager, ist Wissen im Kopf kein System mehr. Kommt ein zweiter Verkaufskanal dazu, muss die Zahl aus Gambio mit einer zweiten Zahl zusammenpassen. Und sobald eine Bestellung nicht vollständig verschickt werden kann, fehlt ein Feld, das es in dieser Datenstruktur schlicht nicht gibt.
Im Alltag sieht das so aus: Eine Bestellung liegt drei Tage, weil niemand sicher sagen kann, ob der Artikel noch im Regal steht. Ein Kunde bekommt zwei Pakete, weil zweimal kommissioniert wurde. Die Zahl im Shop passt nicht mehr zum Regal, und niemand kann sagen, seit wann. Jedes dieser Probleme führt auf denselben Punkt zurück: Der Bestand ist eine Zahl ohne Ort und ohne Beleg.
Keine dieser Situationen ist ein Fehler des Shops. Die Gambio Warenwirtschaft macht genau das, was dokumentiert ist – nachzulesen in den Lager- und Bestandseinstellungen im offiziellen Gambio-Handbuch. Was fehlt, ist die Ebene darunter: der Lagerplatz, die Buchung bei der Entnahme und die Kontrolle am Packtisch. Wie diese Ebene technisch andockt, steht auf Gambio Schnittstelle & API; wie daraus Etiketten werden, auf Gambio DHL Versand. Den vollständigen Überblick gibt die Seite Gambio Lagerverwaltung.
Über Gambios eigene Schnittstelle. Theme, Module und Einstellungen bleiben unberührt.
Regale, Reihen und Fächer werden benannt und etikettiert. Jeder Artikel bekommt einen Platz.
Die Pickliste ist nach Laufweg sortiert, jede Entnahme wird gescannt und dabei gebucht.
Jede Position wird gegen die Bestellung gescannt. Erst dann entsteht das Versandetikett.
Der verkaufbare Bestand wird an Gambio gemeldet – ohne gesperrte Ware, ohne Schätzung.
Wie die Anbindung technisch funktioniert, steht auf Gambio Schnittstelle & API.
Ja, im Sinne einer Bestandsführung: eine Menge je Artikel, Prüfungen vor dem Kauf und ein Abzug bei der Bestellung. Lagerorte, Kommissionierung oder Inventur gehören nicht dazu.
Bei der Bestellung, wenn die entsprechende Einstellung aktiv ist – nicht beim Packen und nicht beim Versand.
Nein. Der Begriff kommt im Handbuch nicht vor, und die Bestellposition kennt keine versendete Teilmenge.
Nein. Bestandskorrekturen erfolgen durch Ändern der Menge am Artikel; einen Zählvorgang mit Soll-Ist-Vergleich gibt es nicht.
Nein. Die Anbindung läuft über die vorhandene Schnittstelle; am Shop selbst ändert sich nichts.
Meist nicht wegen der Stückzahl, sondern ab der zweiten Person im Lager, dem zweiten Verkaufskanal oder den ersten teuren Fehllieferungen.
In der Demo gehen wir deinen Ablauf durch – mit deinen Gambio-Bestellungen.