WooCommerce Lagerbestand verwalten heißt in der Praxis: Du setzt am Produkt einen Haken bei Lagerbestand verwalten? und trägst eine Zahl ein. Das ist die gesamte Bestandsführung. Sie reicht erstaunlich weit – und hört an einer klar bestimmbaren Stelle auf.
Dann kennt WooCommerce keine Menge, sondern nur Vorrätig, Nicht vorrätig oder Lieferbar per Nachbestellung – von Hand gesetzt. Es wird nichts hoch- oder runtergezählt.
Jetzt führt WooCommerce eine Menge und reduziert sie automatisch. Dazu kommen Schwellenwerte für geringen Bestand und für nicht vorrätig.
Wenn ein Teil der Artikel ohne Bestandsführung läuft, läuft dort auch kein Abgleich. Das ist der häufigste Grund, warum ein Bestands-Push „einfach nichts macht“.
Die Reduzierung hängt am Bestellstatus, nicht am Versand. Ausgelöst wird sie beim ersten Erreichen eines dieser Zustände.
| Ereignis | Wirkung auf den Bestand |
|---|---|
| Bestellung eingegangen, unbezahlt | keine |
| Zahlung abgeschlossen | Bestand sinkt |
| Status In Bearbeitung | Bestand sinkt |
| Status In Wartestellung | Bestand sinkt ebenfalls |
| Status Abgeschlossen | Bestand sinkt, falls noch nicht geschehen |
| Storniert | Bestand kehrt zurück |
| Rückerstattet | keine automatische Rückbuchung – nur wenn beim Erstatten der Haken gesetzt wird |
Der Haken erfüllt genau einen Zweck: zu verhindern, dass der Shop mehr verkauft, als eingetragen ist. Alles, was danach kommt, ist nicht vorgesehen.
WooCommerce kennt keinen Gang, kein Regal, kein Fach. Wo die Ware liegt, steht nirgends.
Der Bestand sinkt beim Statuswechsel, nicht beim Herausnehmen. Zwischen beidem können Stunden liegen.
Bruch, Retouren in Prüfung und Klärfälle lassen sich nicht abgrenzen – sie zählen als verkaufbar.
Die Lieferung wird gegen die Lieferantenbestellung geprüft und auf ihren Lagerplatz gebucht.
Der Scan am Regal ist die Buchung – nicht der Statuswechsel im Shop.
Was im Sperrlager liegt, zählt nicht zum verkaufbaren Bestand.
Der verkaufbare Bestand wird in den Shop geschrieben – bei mehreren Shops an jeden einzeln.
Wer WooCommerce Lagerbestand verwalten ernst nimmt, klärt zuerst diese drei Punkte. Sie entscheiden darüber, ob die eingebaute Bestandsführung tatsächlich trägt oder ob sie es nur so aussehen lässt.
Die globale Einstellung allein genügt nicht. Jeder Artikel braucht zusätzlich den Haken Lagerbestand verwalten?. Artikel ohne Haken kennen keine Menge – und nehmen deshalb auch keinen Bestands-Push entgegen. Genau daran scheitern die meisten Abgleiche, ohne eine einzige Fehlermeldung zu erzeugen.
Das Feld Ware reservieren (Minuten) bestimmt, wie lange eine unbezahlte Bestellung die Menge blockiert. Der Standardwert liegt bei 60 Minuten, ein leeres Feld schaltet die Funktion ab. Wer per Vorkasse verkauft, braucht zusätzlich eine feste Routine für Bestellungen, die nie bezahlt werden.
Der Status Rückerstattet bucht von sich aus nichts zurück. Die Menge kehrt nur dann ins Lager zurück, wenn beim Erstatten ausdrücklich die Rückbuchung gewählt wird. Wird das vergessen, fällt der Bestand dauerhaft zu niedrig aus – und niemand sucht dort nach der Ursache.
Sind diese drei Punkte geklärt, ist WooCommerce Lagerbestand verwalten so weit ausgereizt, wie es ohne eine eigene Lagerebene geht. Der nächste Schritt ist dann kein weiteres Plugin, sondern ein Ort: Erst wenn jede Menge an einem Lagerplatz hängt, lässt sich ein Bestand prüfen statt schätzen. Wie das im Regal aussieht, zeigt die WooCommerce Kommissionierung; die Einstellungen selbst beschreibt die offizielle WooCommerce-Dokumentation zur Lagerverwaltung.
Warum der Bestellstatus so viel entscheidet, steht auf Bestellstatus & Lagerbestand; zum Sonderfall Varianten siehe Bestand bei Varianten.
Global in den WooCommerce-Einstellungen unter Produkte, Bereich Lagerbestand – und zusätzlich je Produkt über den Haken Lagerbestand verwalten?.
Dann gibt es keine Menge, sondern nur einen Status: vorrätig, nicht vorrätig oder lieferbar per Nachbestellung. WooCommerce zählt nichts hoch oder runter.
Beim ersten Erreichen von In Bearbeitung, In Wartestellung oder Abgeschlossen beziehungsweise bei abgeschlossener Zahlung. Nicht schon beim Eingang der Bestellung.
Nein. Die Menge kehrt nur zurück, wenn beim Erstatten ausdrücklich die Rückbuchung gewählt wird.
Unbezahlte Bestellungen halten den Bestand für diese Zeitspanne; danach werden sie storniert und die Menge wird frei. Standardwert ist 60 Minuten.
Meist weil bei diesen Artikeln die Bestandsführung gar nicht aktiv ist. Ohne Haken gibt es keine Menge, die geschrieben werden könnte.
Unterhalb von etwa 20 Paketen am Tag selten. Sobald mehrere Personen packen, Retouren geprüft werden oder Ware gesperrt werden muss, reicht eine einzelne Zahl nicht mehr.
In der Demo gehen wir eine Entnahme durch – vom Scan im Regal bis zur Zahl in deinem Shop.