WooCommerce × beeShip

WooCommerce Kommissionierung — der Teil, für den es kein Plugin gibt.

Für Rechtstexte, Rechnungen, Versandlabels und Tracking-Mails gibt es ausgereifte, meist kostenlose Lösungen. Für die WooCommerce Kommissionierung, also den Weg durchs Regal, gibt es keine. Das ist keine Lücke im Angebot, sondern eine Grenze des Modells: Plugins kennen Bestellungen, keine Lagerplätze.

Geführter PickwegScan-Prüfung am PacktischVier KommissionierstrategienAndroid-App, kein MDE-Zwang
Warum Plugins hier aufhören

WooCommerce Kommissionierung: drei Dinge, die im Shop fehlen.

Kein Ort

Der Artikel hat keine Adresse

WooCommerce speichert eine Menge, aber kein Regal und kein Fach. Ohne Ort gibt es keine Reihenfolge, in der man laufen könnte.

Kein Gerät

Der Shop ist ein Backend

Die Bestellübersicht ist zum Verwalten gebaut, nicht für jemanden mit einem Scanner in der Hand und einem Wagen vor sich.

Keine Prüfung

Niemand kontrolliert den Karton

Der Beleg sagt, was drin sein soll. Dass es drin ist, bestätigt nichts und niemand.

WooCommerce Kommissionierung: derselbe Regalweg einmal nach Bestellung, einmal nach Lagerplatz
Der Weg durchs Regal — Dieselben Positionen, zwei Reihenfolgen. Erst der Lagerplatz macht aus einer Liste einen Laufweg.
Der Ablauf auf dem Gerät

Fünf Bildschirme, mehr braucht es nicht.

1

Anmelden und Pickliste wählen

Der Mitarbeiter meldet sich an und scannt den Wagen oder die Pickliste, an der er arbeitet.

2

Zum ersten Platz geführt

Das Gerät zeigt Lagerplatz, Artikel, Bild und Menge. Sortiert ist die Liste nach Laufweg, nicht nach Bestellung.

3

Platz und Artikel scannen

Erst das Platz-Etikett, dann der Artikel. Passt etwas nicht, meldet das Gerät es sofort.

4

Menge bestätigen

Bei mehreren Stück wird die Menge bestätigt oder jedes Stück einzeln gescannt – je nachdem, wie streng du es einstellst.

5

Am Packtisch gegenprüfen

Beim Packen wird jede Position erneut gegen die Bestellung gescannt. Erst dann entsteht das Versandetikett.

Fünf Bildschirme auf dem Scanner vom Anmelden bis zur Gegenprüfung am Packtisch
Der Ablauf auf dem Gerät — Platz-Etikett und Artikel werden nacheinander gescannt. Passt etwas nicht, meldet das Gerät es sofort.
Welche Strategie für welches Lager

Kommissionieren ist nicht überall dasselbe.

StrategiePasst wennAblauf
Sammelkommissionierungviele Bestellungen, wenige PositionenMehrere Aufträge in einem Rundgang, je Auftrag eine Box im Wagen
Rollende KommissionierungBestellungen tröpfeln über den Tag einNeue Aufträge laufen in eine bestehende Liste nach, solange sie nicht begonnen wurde
Zweistufige Kommissionierungetwa ab zehn Artikeln pro BestellungErst artikelweise sammeln, dann an der Sortierstation verteilen
Ausdruckbare Picklistekleines Lager oder RückfallebeneDerselbe Ablauf auf Papier
Was der Scan konkret verhindert

Die drei häufigsten Packfehler.

Falsche Variante

Größe oder Farbe vertauscht

Der häufigste Retourengrund im Textilhandel – und der, der sich am einfachsten technisch ausschließen lässt.

Ähnliche Artikel

Verwechslung im Regal

Zwei Produkte, die sich nur in einer Ziffer unterscheiden, sind mit bloßem Auge kaum trennbar. Der Barcode ist eindeutig.

Fehlende Position

Etwas vergessen

Solange nicht alle Positionen gescannt sind, lässt sich das Paket nicht abschließen.

Der Aufwand vorweg

Drei Schritte bis zum ersten geführten Rundgang.

Eine WooCommerce Kommissionierung beginnt nicht mit Software, sondern mit Etiketten. Der Aufwand ist einmalig und gut planbar.

Schritt 1

Plätze benennen und bekleben

Ein einfaches Schema aus Gang, Regal und Fach genügt. Wichtig ist nur, dass die Reihenfolge der Bezeichnungen dem tatsächlichen Laufweg folgt – danach sortiert sich jede Pickliste von selbst richtig.

Schritt 2

Artikel auf Plätze buchen

Jeder Artikel bekommt mindestens einen Platz. Schnelldreher gehören nach vorn und auf Greifhöhe; selten bewegte Ware darf weit hinten liegen. Diese eine Entscheidung spart später mehr Zeit als jede Softwarefunktion.

Schritt 3

Barcodes prüfen

Artikel ohne Barcode brauchen ein eigenes Etikett oder ein Barcodeblatt am Packtisch. Ohne eindeutigen Code lässt sich die Scan-Prüfung nicht erzwingen – und genau sie verhindert die teuren Fehllieferungen.

Danach ist die WooCommerce Kommissionierung eine Frage von Minuten je Rundgang statt von Erfahrung im Kopf einzelner Mitarbeiter. Was nach dem Packtisch passiert, steht auf Versandabwicklung. Wie Bestellungen technisch ins Lager gelangen, beschreibt die offiziellen WooCommerce-Entwicklerdokumentation zur REST-API.

Der Unterschied

Packen nach Bildschirm oder mit Prüfung.

Shop-Backend und Plugins

  • Bestellliste im Browser
  • Reihenfolge nach Bestellung, nicht nach Weg
  • Kein mobiles Gerät im Lager
  • Keine Prüfung des Karton-Inhalts
  • Bestand wird später nachgezogen

Scanner-geführt mit beeShip

  • Pickliste nach Lagerplatz sortiert
  • Geführter Laufweg
  • Android-App auf handelsüblichen Geräten
  • Jede Position wird gescannt
  • Buchung im Moment der Entnahme

Was danach passiert, steht auf Versandabwicklung; zur Bestandsmechanik siehe Bestellstatus & Lagerbestand.

Sammel-, rollende, zweistufige und gedruckte Kommissionierung mit ihrem Einsatzfall
Vier Strategien — Alle vier laufen auf denselben Lagerplätzen. Unterschiedlich ist nur, wie der Rundgang gebildet wird.
Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Gibt es für WooCommerce kein Kommissionier-Plugin?

Es gibt Erweiterungen mit Pick-und-Pack-Funktionen als kostenpflichtige Zusätze. Was fehlt, ist die Grundlage: Lagerplätze und damit ein Pickweg.

Brauche ich spezielle Scanner-Hardware?

Nein. Die beeShip-App läuft auf handelsüblichen Android-Geräten und nutzt die Kamera. Wer viel scannt, ist mit einem MDE-Gerät oder einem Ringscanner schneller.

Gibt es die App auch für iOS?

Die Lager-App ist eine Android-Anwendung. Der Packtisch selbst läuft im Browser und damit auf jedem Gerät.

Was ist mit Artikeln ohne Barcode?

Zwei Wege: ein eigenes Etikett drucken, oder ein Barcodeblatt am Packtisch, von dem der Code gescannt wird.

Kann ich das Scannen abschalten?

Klicken statt scannen lässt sich je Benutzer freigeben. Wir empfehlen es nicht – damit entfällt genau die Kontrolle, die Fehllieferungen verhindert.

Wie viele Mitarbeiter können gleichzeitig picken?

So viele, wie du Geräte hast. Die Zuteilung verhindert, dass sich zwei Picker in die Quere kommen.

Muss ich mein Lager dafür umbauen?

Nein, aber etikettieren. Lagerplätze zu benennen und zu bekleben ist der eigentliche Aufwand – und der größte Hebel.

Einmal selbst durchscannen.

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