Für Rechtstexte, Rechnungen, Versandlabels und Tracking-Mails gibt es ausgereifte, meist kostenlose Lösungen. Für die WooCommerce Kommissionierung, also den Weg durchs Regal, gibt es keine. Das ist keine Lücke im Angebot, sondern eine Grenze des Modells: Plugins kennen Bestellungen, keine Lagerplätze.
WooCommerce speichert eine Menge, aber kein Regal und kein Fach. Ohne Ort gibt es keine Reihenfolge, in der man laufen könnte.
Die Bestellübersicht ist zum Verwalten gebaut, nicht für jemanden mit einem Scanner in der Hand und einem Wagen vor sich.
Der Beleg sagt, was drin sein soll. Dass es drin ist, bestätigt nichts und niemand.
Der Mitarbeiter meldet sich an und scannt den Wagen oder die Pickliste, an der er arbeitet.
Das Gerät zeigt Lagerplatz, Artikel, Bild und Menge. Sortiert ist die Liste nach Laufweg, nicht nach Bestellung.
Erst das Platz-Etikett, dann der Artikel. Passt etwas nicht, meldet das Gerät es sofort.
Bei mehreren Stück wird die Menge bestätigt oder jedes Stück einzeln gescannt – je nachdem, wie streng du es einstellst.
Beim Packen wird jede Position erneut gegen die Bestellung gescannt. Erst dann entsteht das Versandetikett.
| Strategie | Passt wenn | Ablauf |
|---|---|---|
| Sammelkommissionierung | viele Bestellungen, wenige Positionen | Mehrere Aufträge in einem Rundgang, je Auftrag eine Box im Wagen |
| Rollende Kommissionierung | Bestellungen tröpfeln über den Tag ein | Neue Aufträge laufen in eine bestehende Liste nach, solange sie nicht begonnen wurde |
| Zweistufige Kommissionierung | etwa ab zehn Artikeln pro Bestellung | Erst artikelweise sammeln, dann an der Sortierstation verteilen |
| Ausdruckbare Pickliste | kleines Lager oder Rückfallebene | Derselbe Ablauf auf Papier |
Der häufigste Retourengrund im Textilhandel – und der, der sich am einfachsten technisch ausschließen lässt.
Zwei Produkte, die sich nur in einer Ziffer unterscheiden, sind mit bloßem Auge kaum trennbar. Der Barcode ist eindeutig.
Solange nicht alle Positionen gescannt sind, lässt sich das Paket nicht abschließen.
Eine WooCommerce Kommissionierung beginnt nicht mit Software, sondern mit Etiketten. Der Aufwand ist einmalig und gut planbar.
Ein einfaches Schema aus Gang, Regal und Fach genügt. Wichtig ist nur, dass die Reihenfolge der Bezeichnungen dem tatsächlichen Laufweg folgt – danach sortiert sich jede Pickliste von selbst richtig.
Jeder Artikel bekommt mindestens einen Platz. Schnelldreher gehören nach vorn und auf Greifhöhe; selten bewegte Ware darf weit hinten liegen. Diese eine Entscheidung spart später mehr Zeit als jede Softwarefunktion.
Artikel ohne Barcode brauchen ein eigenes Etikett oder ein Barcodeblatt am Packtisch. Ohne eindeutigen Code lässt sich die Scan-Prüfung nicht erzwingen – und genau sie verhindert die teuren Fehllieferungen.
Danach ist die WooCommerce Kommissionierung eine Frage von Minuten je Rundgang statt von Erfahrung im Kopf einzelner Mitarbeiter. Was nach dem Packtisch passiert, steht auf Versandabwicklung. Wie Bestellungen technisch ins Lager gelangen, beschreibt die offiziellen WooCommerce-Entwicklerdokumentation zur REST-API.
Was danach passiert, steht auf Versandabwicklung; zur Bestandsmechanik siehe Bestellstatus & Lagerbestand.
Es gibt Erweiterungen mit Pick-und-Pack-Funktionen als kostenpflichtige Zusätze. Was fehlt, ist die Grundlage: Lagerplätze und damit ein Pickweg.
Nein. Die beeShip-App läuft auf handelsüblichen Android-Geräten und nutzt die Kamera. Wer viel scannt, ist mit einem MDE-Gerät oder einem Ringscanner schneller.
Die Lager-App ist eine Android-Anwendung. Der Packtisch selbst läuft im Browser und damit auf jedem Gerät.
Zwei Wege: ein eigenes Etikett drucken, oder ein Barcodeblatt am Packtisch, von dem der Code gescannt wird.
Klicken statt scannen lässt sich je Benutzer freigeben. Wir empfehlen es nicht – damit entfällt genau die Kontrolle, die Fehllieferungen verhindert.
So viele, wie du Geräte hast. Die Zuteilung verhindert, dass sich zwei Picker in die Quere kommen.
Nein, aber etikettieren. Lagerplätze zu benennen und zu bekleben ist der eigentliche Aufwand – und der größte Hebel.
In der Demo picken und packen wir eine echte Bestellung aus deinem Shop.