Shopware mehrere Lager führen – dafür kennt Shopware 6 Lagerhäuser und Lagerhausgruppen. Wer damit ein zweites Lager betreiben will, stößt schnell an drei Grenzen: den Tarif, den Funktionsumfang und den Zweck, für den Shopware das Ganze gebaut hat.
Shopware nennt die Funktion Multi-Inventory. Sie ist real, aber sie ist etwas anderes, als der Name vermuten lässt.
Multi-Inventory ist ein kommerzielles Feature und steht erst ab dem höchsten Plan zur Verfügung. Für die meisten Händler entscheidet sich die Frage schon hier.
Shopware beschreibt es selbst als Schnittstelle zwischen Shopware und einer Warenwirtschaft – ausgelegt auf API-Integrationen mit ERP-Systemen. Ein Lagerhaus hat einen Namen, eine Beschreibung und einen Bestand. Ein Adressfeld besitzt es nicht; die Doku schlägt vor, die Adresse in die Beschreibung zu schreiben.
Keine Lagerplätze, keine Entnahmebuchungen, keine Kommissionierung. Und beim nachträglichen Bearbeiten einer Bestellung wird der Bestand zugewiesener Lagerhausgruppen nicht neu berechnet.
| Frage | Shopware Lagerhäuser | beeShip |
|---|---|---|
| Wie viel habe ich? | ja, je Lagerhaus | ja, je Artikel und Lagerplatz |
| Wo genau liegt es? | nein | ja, Gang, Regal, Fach |
| Wer hat es entnommen? | nein | ja, mit Zeitstempel |
| Welcher Bestand ist gesperrt? | nein | ja, eigenes Sperrlager |
| Welche Regel entscheidet? | Lagerhausgruppe mit Priorität | Pickregeln, Tags, Versandregeln |
| Welcher Tarif? | Beyond | unabhängig vom Shopware-Plan |
Regale, Reihen und Fächer bekommen eine Bezeichnung. Ein Artikel darf auf mehreren Plätzen liegen – etwa Kommissionierplatz und Nachschub.
Ob zwei Hallen, ein Zwischenlager oder ein Sperrbereich: Jeder Bereich ist adressierbar und im Bestand sichtbar.
Der Scan am Lagerplatz ist die Buchung. Damit weißt du nicht nur wie viel, sondern woher.
Zurückgemeldet wird der verkaufbare Gesamtbestand – unabhängig davon, auf wie viele Orte er sich verteilt.
Häufiger als zwei Lager ist der andere Fall: ein Lager, mehrere Shops oder Verkaufskanäle.
Mehrere Shopware-Shops laufen parallel in einem beeShip-Lager, jede Bestellung behält ihre Herkunft.
Verkaufen zwei Shops denselben Artikel, liegt er trotzdem nur einmal im Regal. Gepickt und gebucht wird einmal.
Drucker, Scanner und Packplatz werden gemeinsam genutzt, unabhängig davon, aus welchem Shop die Bestellung kam.
Die Shopware-Dokumentation zu Multi-Inventory lässt wenig Spielraum für Interpretation: Die Funktion ist als Schnittstelle zwischen Shopware und einer Warenwirtschaft beschrieben und auf API-Integrationen mit ERP-Systemen ausgelegt. Wer Shopware mehrere Lager führen lässt, bekommt also genau das – eine Bestandsmenge je Lagerhaus, an die ein Fremdsystem schreiben kann.
An zwei Details merkt man das am deutlichsten. Ein Lagerhaus hat einen Namen, eine Beschreibung und einen Bestand, aber kein Adressfeld; die Dokumentation schlägt vor, die Adresse in die Beschreibung zu schreiben. Und beim nachträglichen Bearbeiten einer Bestellung wird der Bestand zugewiesener Lagerhausgruppen nicht neu berechnet. Beides ist kein Fehler, sondern folgerichtig: Ein Lagerhaus in Shopware ist ein Konto, kein Ort.
Ein Ort entsteht erst eine Ebene tiefer. Gang, Regal und Fach machen aus einer Menge eine Position, die man ansteuern, zählen und sperren kann. Deshalb ist die praktisch wichtigere Frage selten, ob man Shopware mehrere Lager beibringt, sondern ob im vorhandenen Raum überhaupt Lagerplätze gepflegt sind. Wie daraus ein Bestand wird, dem der Shop glauben kann, steht auf Shopware Bestandsabgleich.
Wie der Bestand zurückgemeldet wird, steht auf Bestandsabgleich; zur Unterscheidung der Bestandswerte auf Lagerbestand & verfügbarer Bestand.
Shopware mehrere Lager: ja, über Lagerhäuser und Lagerhausgruppen – allerdings als kommerzielles Feature erst ab dem Plan Beyond, und ausdrücklich als Schnittstelle zu einer Warenwirtschaft gedacht, nicht als Lagerverwaltung.
Lagerplätze, Entnahmebuchungen, Kommissionierung und ein Sperrbestand. Ein Lagerhaus hat nicht einmal ein Adressfeld – die Dokumentation schlägt vor, die Adresse in die Beschreibung zu schreiben.
Nein. Die Lagerführung findet in beeShip statt, unabhängig davon, welchen Shopware-Plan du hast.
Ja. Jeder Shop wird einzeln angebunden, die Herkunft bleibt an der Bestellung, und der Artikel liegt trotzdem nur einmal im Regal.
Zurückgemeldet wird der verkaufbare Gesamtbestand. Die Aufteilung auf Lagerorte bleibt in beeShip – dort ist sie auch relevant, nämlich für den Pickweg.
Oft ist die bessere Frage, ob du Lagerplätze brauchst statt eines zweiten Lagers. Struktur im vorhandenen Raum bringt meist mehr als eine zweite Halle.
In der Demo zeigen wir dir, wie sich Bestand über mehrere Orte führen lässt – und was davon in Shopware ankommt.