Ist ein Shopware Bestandsabgleich in Shopware 6 enthalten? Die Frage taucht in Foren immer wieder auf, und die Antwort ist unbequem: Shopware führt eine Bestandszahl und passt sie bei Bestellungen an. Ein Abgleich mit dem, was tatsächlich im Regal liegt, ist damit nicht gemeint.
Ein Großteil der Verwirrung entsteht, weil dasselbe Wort für drei Vorgänge benutzt wird.
Das macht Shopware selbst, seit Version 6.6 in Echtzeit über die Stock-API – bei Bestellung, Änderung, Stornierung und Erstattung.
Sobald du außerhalb von Shopware verkaufst, braucht es eine Stelle, die den Bestand führt und an alle Kanäle meldet.
Der eigentliche Abgleich: Stimmt die Zahl mit der Ware überein? Das kann nur ein System beantworten, das weiß, wo die Ware liegt.
| Aufgabe | Shopware | beeShip |
|---|---|---|
| Abzug bei Bestellung | ja, in Echtzeit | – |
| Buchung bei Entnahme | nein | ja, beim Scan am Lagerplatz |
| Gesperrte Ware abziehen | nein | ja, über das Sperrlager |
| Wareneingang einbuchen | manuell | ja, gegen die Lieferantenbestellung gescannt |
| Retoure erst nach Prüfung | nein, keine automatische Berechnung | ja |
| Mehrere Kanäle beliefern | – | ja, eine Quelle für alle |
| Zählen und korrigieren | nein | ja, im laufenden Betrieb |
Die Lieferung wird gegen die Bestellung gescannt und auf ihren Lagerplatz gebucht.
Der Scan am Lagerplatz ist die Buchung – nicht der Versand, nicht der Feierabend.
Bruch, Retouren in Prüfung und Klärfälle zählen nicht zum verkaufbaren Bestand.
Der verkaufbare Bestand geht zurück in den Shop – bei mehreren Shops an jeden einzeln.
Die Shopware-Dokumentation zum Artikelbestand zeigt, woran Shopware den Bestand festmacht: eine Menge je Artikel, eine Mindestbestandsgrenze und die Regel, ob weiterverkauft werden darf, wenn die Menge aufgebraucht ist. Seit Version 6.6 pflegt die Stock-API diese Menge in Echtzeit – bei Bestellung, Änderung, Stornierung und Erstattung. Das ist zuverlässig, aber es ist ein Verkaufsabzug und kein Shopware Bestandsabgleich.
Der Unterschied fällt erst auf, wenn die Zahl negativ wird. Ein negativer Bestand entsteht, wenn mehr abgebucht als eingebucht wurde – meist durch nachträglich bearbeitete Bestellungen oder Korrekturen von Hand. Die Zahl ist dann das Symptom. Die Ursache ist, dass gebucht wird, wenn jemand klickt, und nicht, wenn jemand etwas aus dem Regal nimmt.
Ein Shopware Bestandsabgleich, der diesen Namen verdient, braucht deshalb drei Dinge, die der Shop nicht hat: einen Ort, an dem die Ware liegt, einen Moment, in dem die Bewegung gebucht wird, und einen getrennten Topf für Ware, die zwar da ist, aber nicht verkauft werden darf. Liegen diese drei vor, ist auch der Abgleich über mehrere Verkaufskanäle nur noch eine Meldung. Wie du Abweichungen findest, steht auf Shopware Inventur.
Details zu den Bestandswerten auf Lagerbestand & verfügbarer Bestand, zum Zählen auf Shopware Inventur.
Shopware passt den Bestand bei Bestellung, Änderung, Stornierung und Erstattung an. Ein Abgleich mit der tatsächlich vorhandenen Ware – also mit dem Lager – ist darin nicht enthalten.
Bestandsänderungen werden gemeldet, sobald sie entstehen: beim Picken, beim Wareneingang und nach der Retourenprüfung. Kein nächtlicher Sammellauf.
Ja. Der Bestand entsteht einmal im Lager und wird an alle angebundenen Kanäle gemeldet.
Ein Bundle wird in seine Komponenten aufgelöst. Der Bestand hängt an den Einzelartikeln; gemeldet wird, wie viele Bundles sich daraus bilden lassen.
Ja, etwa Dienstleistungen oder Dropshipping-Positionen, die du selbst steuerst.
Negative Bestände entstehen, wenn mehr abgebucht als eingebucht wird – meist durch nachträgliche Bearbeitung oder Korrekturen von Hand. Wird die Buchung dorthin verlegt, wo die Ware bewegt wird, verschwindet das Problem.
Unmittelbar nach der Buchung. Gemeldet wird, sobald eine Bewegung entsteht – beim Scan der Entnahme, beim Wareneingang und nach der Retourenprüfung. Bei mehreren angebundenen Shops geht die Meldung an jeden einzeln, damit keiner mit einem veralteten Wert weiterverkauft.
Nein. Shopware wird als Verkaufskanal angebunden: Bestellungen kommen herein, Bestandsmeldungen gehen hinaus, ohne dass jemand eine Datei exportiert oder importiert.
In der Demo zeigen wir dir, wo gebucht wird und was davon in Shopware ankommt.