Die meisten nehmen an, der Bestand sinke beim Versand. Beim WooCommerce Bestellstatus ist es anders: Der Bestand sinkt beim Statuswechsel – und zwar schon bei In Wartestellung, also bevor irgendjemand bezahlt oder gepackt hat. Wer das nicht weiß, sucht Bestandsfehler an der falschen Stelle.
| Status | Wirkung auf den Bestand |
|---|---|
| Zahlung ausstehend | keine – die Bestellung ist da, mehr nicht |
| In Wartestellung | Bestand sinkt – obwohl noch nicht bezahlt wurde |
| In Bearbeitung | Bestand sinkt, falls noch nicht geschehen |
| Abgeschlossen | Bestand sinkt, falls noch nicht geschehen |
| Storniert | Bestand kehrt zurück |
| Fehlgeschlagen | Bestand kehrt zurück |
| Rückerstattet | keine automatische Rückbuchung |
Eine Bestellung per Vorkasse geht auf In Wartestellung – und reduziert sofort den Bestand. Zahlt der Kunde nie, bleibt die Ware blockiert, bis jemand storniert.
Bei einer Rückerstattung wird der Bestand nicht automatisch zurückgebucht. Das passiert nur, wenn beim Erstatten ausdrücklich die Rückbuchung gewählt wird – und genau das wird vergessen.
Ob das Paket im Lager steht oder beim Kunden ist, spielt für den Bestand keine Rolle. Zwischen Statuswechsel und tatsächlicher Entnahme kann jede Menge Zeit liegen.
In den Bestandseinstellungen gibt es ein Feld für unbezahlte Bestellungen. Ist die Zeitspanne abgelaufen, wird die Bestellung storniert und die Menge wieder freigegeben. Der Standardwert ist 60 Minuten.
Abgebrochene Bezahlvorgänge blockieren den Bestand nicht mehr dauerhaft.
Das Feld greift bei unbezahlten, ausstehenden Bestellungen – nicht bei Bestellungen, die bewusst auf Zahlungseingang warten.
Leer lassen heißt abschalten. Wer per Vorkasse verkauft, braucht zusätzlich eine Routine für nicht bezahlte Bestellungen.
An deinen Status und Zahlungsarten ändert sich nichts. WooCommerce darf weiter tun, was es tut.
Im Lager zählt der Scan am Regal. Das ist der Moment, in dem die Ware wirklich weg ist.
Retouren in Prüfung, Bruch und Klärfälle zählen nicht zum verkaufbaren Bestand – unabhängig davon, welchen Status die Bestellung hat.
Der verkaufbare Bestand wird in den Shop geschrieben. Status und Bestand widersprechen sich nicht mehr.
Auch ohne Lagerebene lässt sich der Schaden begrenzen, den der WooCommerce Bestellstatus im Bestand anrichtet. Drei Routinen genügen.
Ware reservieren (Minuten) gehört auf einen Wert, der zu deinen Zahlarten passt. 60 Minuten sind der Standard; ein leeres Feld schaltet die Freigabe ganz ab und lässt abgebrochene Bezahlvorgänge dauerhaft Bestand blockieren.
Bestellungen in In Wartestellung haben den Bestand bereits reduziert. Wer sie nicht nach einer festen Frist storniert, verkauft Ware nicht, die längst wieder frei wäre. Ein wöchentlicher Durchgang reicht meistens.
Die Rückbuchung passiert nur auf ausdrückliche Anweisung. Wer erstattet, ohne sie zu wählen, verliert die Menge endgültig – sie taucht in keiner Auswertung wieder auf und fällt erst bei der nächsten Zählung auf.
Diese drei Routinen entschärfen den WooCommerce Bestellstatus, aber sie lösen das Grundproblem nicht: Gebucht wird weiterhin an einem Status und nicht an der Ware. Wie sich das entkoppeln lässt, steht auf Lagerbestand verwalten; die Bedeutung jedes Status beschreibt die offiziellen WooCommerce-Dokumentation zu den Bestellstatus.
Die Grundlagen stehen auf Lagerbestand verwalten; zur Sonderrolle der Varianten siehe Bestand bei Varianten.
Nicht bei der Bestellung selbst, sondern beim ersten Erreichen von In Wartestellung, In Bearbeitung oder Abgeschlossen beziehungsweise bei abgeschlossener Zahlung.
Weil dieser Status als verbindliche Bestellung gilt, deren Zahlung nur noch bestätigt werden muss. Praktisch heißt das: Bei Vorkasse ist die Ware blockiert, bevor Geld geflossen ist.
Nein, nicht automatisch. Nur wenn beim Erstatten die Rückbuchung ausdrücklich gewählt wird.
Unbezahlte, ausstehende Bestellungen werden nach Ablauf der Zeitspanne storniert und die Menge wird freigegeben. Standard sind 60 Minuten; leer bedeutet abgeschaltet.
In WooCommerce nicht. Der Bestand hängt am Status, nicht am tatsächlichen Versand.
Innerhalb von WooCommerce kaum. Sinnvoller ist, die Bestandsführung dorthin zu verlegen, wo die Ware bewegt wird.
In der Demo zeigen wir, wo gebucht wird und was davon im Shop ankommt.