Eine WooCommerce Inventur gibt es als Vorgang nicht: WooCommerce kennt kein Zählen. Es gibt kein Formular für einen Zählauftrag, keinen Soll-Ist-Vergleich, keine Differenzbuchung. Wer Inventur macht, ändert Zahlen von Hand in Produkten – oder in einer Tabelle daneben.
Artikel suchen, Zahl ändern, weiter. Bei 200 Artikeln ein Abend, bei 2.000 ein Wochenende – und ohne jede Spur, was vorher dastand.
Es gibt Erweiterungen, die den Bestand wie in einer Tabelle bearbeiten. Schneller, aber immer noch Korrektur statt Zählung: kein Soll-Ist, keine Historie.
Gezählt wird auf Papier, eingetippt hinterher. Die häufigste Methode – und die mit den meisten Übertragungsfehlern.
Eine Inventur soll beantworten, ob der Bestand stimmt, und wenn nicht, wo es auseinanderlief. Beides kann eine geänderte Zahl nicht leisten.
Wer die Zahl direkt überschreibt, sieht die Differenz nie. Die Information, die eigentlich zählt, geht dabei verloren.
Ohne Lagerplatz ist die Zähleinheit immer der gesamte Artikelbestand – also praktisch das ganze Lager auf einmal.
Wann die Abweichung entstand und wer sie gebucht hat, bleibt offen. Damit lässt sich keine Ursache finden.
Du wählst, was gezählt wird – einzelne Lagerplätze, ein Regal, eine Artikelgruppe oder die Schnelldreher.
Am Platz wird das Platz-Etikett gescannt, dann der Artikel, dann die gefundene Menge erfasst.
Soll und Ist stehen gegenüber, samt Artikel und Lagerplatz.
Die Differenz wird gebucht, der verkaufbare Bestand korrigiert und an WooCommerce gemeldet. Der Versand läuft die ganze Zeit weiter.
| Stichtagsinventur | Permanente Inventur | |
|---|---|---|
| Betrieb | steht still | läuft weiter |
| Personal | alle gleichzeitig | ein bis zwei Leute nebenher |
| Häufigkeit | einmal im Jahr | laufend, Schnelldreher öfter |
| Fehlerentdeckung | mit bis zu zwölf Monaten Verzögerung | innerhalb von Tagen |
| Voraussetzung | keine | Lagerplätze müssen gepflegt sein |
Eine WooCommerce Inventur wird selten am Zählen teuer, sondern an der Vorbereitung. Drei Dinge entscheiden, ob das Ergebnis brauchbar ist.
Ohne Lagerplatz ist die kleinste zählbare Einheit der gesamte Artikelbestand – also praktisch das ganze Lager auf einmal. Mit Platz zählst du ein Regal, findest eine Abweichung und weißt sofort, wo sie sitzt.
Gezählt wird ein Bereich, nicht das Lager. Solange nur dieser Bereich gesperrt ist, laufen Picken und Packen weiter. Genau das unterscheidet eine permanente WooCommerce Inventur von der Stichtagszählung.
Eine gebuchte Differenz ohne Ursache wiederholt sich. Bruch, Fehlbuchung, Diebstahl und Fehllieferung haben unterschiedliche Gegenmaßnahmen – deshalb gehört zu jeder Buchung ein Grund und ein Zeitstempel.
Wer so zählt, hat am Jahresende keinen Kraftakt mehr vor sich, sondern eine fortlaufend geprüfte Bestandsliste. Voraussetzung bleiben Lagerplätze – wie sie entstehen, beschreibt die WooCommerce Kommissionierung. Welche Bestandsfelder der Shop selbst mitbringt, steht in der offiziellen WooCommerce-Dokumentation zur Produktverwaltung.
Wie oft gezählt wird, richtet sich nach dem Umschlag, nicht nach dem Kalender. Schnelldreher vertragen einen monatlichen oder quartalsweisen Durchgang, langsam drehende Artikel genügt einmal im Jahr. Wer so vorgeht, verteilt dieselbe Arbeit auf viele kurze Einheiten, statt einen Betriebstag stillzulegen – und findet jede Abweichung innerhalb weniger Tage statt nach zwölf Monaten. Eine WooCommerce Inventur wird damit vom jährlichen Ereignis zu einer Routine, die im laufenden Betrieb nebenherläuft und deren Ergebnis man tatsächlich glauben kann.
Grundlage sind Lagerplätze – siehe WooCommerce Kommissionierung.
Nein. Es lässt sich die Menge eines Artikels ändern, aber es gibt keinen Zählvorgang mit Zählauftrag, Soll-Ist-Vergleich und Differenzbuchung.
Zum schnellen Korrigieren ja. Es bleibt aber Korrektur statt Zählung: ohne Soll-Wert, ohne Ort, ohne Historie.
Nein. Gezählt wird platzweise im laufenden Betrieb. Nur der gerade gezählte Bereich ist kurz blockiert.
Ja. Ohne Lagerplatz gibt es keine Zähleinheit – dann bleibt nur die Gesamtzählung.
Ja. Nach der Buchung wird der neue verkaufbare Bestand gemeldet.
Nach Umschlag. Schnelldreher monatlich oder quartalsweise, langsam drehende Artikel einmal im Jahr.
In der Demo gehen wir einen Zählauftrag durch – von der Anlage bis zur gebuchten Differenz.