Warenwirtschaftssystem Amazon: Ein Tag im FBM-Lager mit mehreren Kanälen
Was passiert an einem typischen Tag im FBM-Lager, wenn Amazon und der eigene Shop parallel laufen? Wir zeigen Probleme und Lösungen – vom Wareneingang bis zum Tagesabschluss.

Inhaltsverzeichnis
- Der Morgen: Bestellungen aus zwei Kanälen, ein Lager
- Wareneingang: Charge, MHD und der Moment, in dem der Bestand fließt
- Kommissionieren: Wissen, wo die Ware liegt
- Packen und Versand: Der Moment, in dem der Bestand runtergeht
- Retouren: Der unterschätzte Teil des Tages
- Tagesabschluss: Die Übergabeliste für den Paketdienst
- Vorher/Nachher: Was sich mit einem zentralen Warenwirtschaftssystem ändert
- Warenwirtschaftssystem für Amazon: So setzt du es mit beeShip um
- Häufige Fragen zum Warenwirtschaftssystem für Amazon
Warenwirtschaftssystem Amazon: Ein Warenwirtschaftssystem für Amazon verwaltet Artikel, Bestände, Wareneingang und Versand von Händlern, die auf Amazon im Eigenversand (FBM) verkaufen. Es dient als zentrale Bestandsquelle, damit Amazon und weitere Kanäle dieselben verfügbaren Mengen zeigen.
- Ein Warenwirtschaftssystem für Amazon FBM braucht eine Bestandsquelle: das Lager. Von dort geht der Bestand an Billbee bzw. deinen Shop und weiter an Amazon.
- Amazon-Bestellungen kommen bei beeShip nicht direkt, sondern über Billbee, Afterbuy oder ShipStation ins Lager.
- Wareneingang mit Charge und MHD, Retouren und der Tagesabschluss gehören in den Standardablauf – nicht ans Ende, wenn niemand mehr hinschaut.
Ein Warenwirtschaftssystem für Amazon zeigt seinen Wert nicht in der Demo, sondern an einem normalen Montag. Nehmen wir als Beispiel einen Händler, der Amazon FBM und seinen eigenen Shop parallel bespielt: Um halb acht laufen die ersten Bestellungen vom Wochenende ein, die erste Lieferung steht vor der Tür – und irgendwo zwischen Packtisch und Lieferschein stellt sich die Frage, wo eigentlich die Charge von letzter Woche geblieben ist.
In diesem Beitrag begleiten wir diesen Beispiel-Händler durch einen typischen Tag im Lager. Die Firma ist ausgedacht, die Abläufe und Stolpersteine sind es nicht: So sehen sie in vielen FBM-Lagern aus. Und an jeder Station schauen wir, was ein Warenwirtschaftssystem für Amazon und Multichannel-Handel konkret erledigt.
Der Morgen: Bestellungen aus zwei Kanälen, ein Lager
Die erste Aufgabe des Tages: verstehen, was heute raus muss. Die Amazon-Bestellungen laufen über deine Bestellverwaltung ein, der eigene Shop liefert parallel. Wer beides getrennt führt – hier Seller Central, dort das Shop-Backend – kennt das Problem: zwei Bildschirme, zwei Wahrheiten, ein Lager.
Typische Stolpersteine am Morgen:
- Der Bestand im Shop stimmt nicht mit dem in Amazon Seller Central überein.
- Ein Artikel ist auf Amazon noch verfügbar, obwohl die letzte Einheit gestern rausging.
- Die Retoure von Freitag liegt im Regal, ist aber noch nicht gebucht.
Die bessere Lösung: Ein zentrales System führt den Lagerbestand, und von dort wird er an die Kanäle gemeldet. In beeShip laufen Amazon-Bestellungen über ein Hub-System ein – zum Beispiel über Billbee, Afterbuy oder ShipStation. Deine Shop-Bestellungen kommen direkt über die Shop-Anbindung (etwa Shopify, WooCommerce oder Shopware 6). Alles landet in einer Auftragsliste, egal aus welchem Kanal.
Wenn der Bestand in zwei Systemen gepflegt wird, passt am Ende keiner. Leg fest, welches System führt – im Lageralltag ist das sinnvollerweise das Lager. Bei Shopify und WooCommerce überträgt beeShip den Bestand an den Shop, bei Billbee die Gesamtmenge über alle Lagerplätze.
Wareneingang: Charge, MHD und der Moment, in dem der Bestand fließt
Gegen 9 Uhr kommt die Lieferung. Der Lieferant hat wie bestellt geliefert – oder eben fast. Jetzt zählt: sauber erfassen, bevor die Ware im Regal verschwindet.
In beeShip startest du den Wareneingang direkt aus der Lieferantenbestellung. Auf der mobilen Oberfläche siehst du offene Wareneingänge, tippst einen Artikel an, erfasst die tatsächlich erhaltene Menge und wählst einen Lagerort. Das System zeigt dir dabei die bestehenden Lagerplätze dieses Produkts an, die du per Klick übernimmst. Abweichungen dokumentierst du pro Position, Lieferschein oder Fotos hängst du direkt an.
Zusätzlich erfasst du Chargennummern und Mindesthaltbarkeitsdaten. Gerade bei Lebensmitteln, Kosmetik oder Nahrungsergänzungsmitteln brauchst du diese Daten, um bei einer Reklamation oder einem Rückruf schnell zu wissen, welche Ware an wen ging.
Danach kommt der eigentliche Hebel: Der Bestand in beeShip wird sofort aktualisiert. Arbeitest du mit Billbee, bekommt Billbee automatisch die neue Menge und gibt sie an die angebundenen Kanäle weiter – also auch an Amazon. Kein manuelles Nachpflegen, kein Excel-Update, kein „mach ich später“.
Erfasse den Wareneingang, bevor du die Ware einräumst. Klingt banal, ist aber einer der häufigsten Gründe, warum Bestände auseinanderlaufen. Erst erfassen, dann einlagern – nicht umgekehrt. Mehr zum Ablauf findest du auf unserer Seite zum Wareneingang.
Kommissionieren: Wissen, wo die Ware liegt
Am späten Vormittag wird gepickt. Jetzt zeigt sich, ob der Bestand von heute Morgen stimmt. Ein Warenwirtschaftssystem für Amazon und Multichannel muss nicht nur Mengen kennen, sondern auch wissen, wo die Ware liegt.
In beeShip erzeugst du Picklisten über Vorlagen, zum Beispiel getrennt nach Kanal-Tag oder für Einzelartikel-Bestellungen. Je nach Lager arbeitest du mit rollender Kommissionierung, Sammelkommissionierung oder einer ausgedruckten Pickliste. Pro Vorlage legst du fest, ob nach Laufweg, FEFO oder FIFO entnommen wird – praktisch, wenn derselbe Artikel an mehreren Plätzen mit unterschiedlichem MHD liegt.
Bei mehreren Kanälen verkaufst du dieselbe SKU oft über Amazon und den eigenen Shop. Ein zentraler Lagerbestand sorgt dafür, dass nicht beide Kanäle dieselbe letzte Einheit verkaufen. Für FBM mit mehreren Kanälen ist das die Grundvoraussetzung.
Packen und Versand: Der Moment, in dem der Bestand runtergeht
Am Packtisch zählt nur eines: Der Auftrag muss raus, und der Bestand muss stimmen. Jeder Artikel wird beim Packen gescannt, überzählige Scans lehnt beeShip ab. Gebucht wird der Bestand erst am Packtisch – nicht schon beim Picken und nicht beim Auftragseingang.
Das Label druckt beeShip über deine eigenen Geschäftskundenverträge, etwa mit DHL, DPD, GLS, Hermes, UPS oder der Österreichischen Post; die Deutsche Post Internetmarke ist im Rollout. Welche Produkte du nutzen kannst, hängt von deinem Vertrag ab. Die Sendungsnummer geht zurück an das Hub-System, und das meldet sie an Amazon.
Retouren: Der unterschätzte Teil des Tages
Retouren kommen selten dann, wenn es passt – gern am Nachmittag, wenn alle müde sind. Genau dann entscheidet sich, ob dein Bestand morgen noch stimmt.
Eine Retoure ist eine Bestandsbewegung, kein Sonderfall. In beeShip identifizierst du das Paket per Sendungs- oder Bestellnummer, prüfst jeden Artikel und buchst ihn zurück ins Lager oder als Ausschuss aus – am Schreibtisch oder mobil direkt am Tor. Sobald ein einwandfreier Artikel zurückgebucht ist, ist der Bestand korrigiert und geht an die Kanäle. Mehr dazu auf unserer Seite zum Retouren Management.
Tagesabschluss: Die Übergabeliste für den Paketdienst
Zum Schluss der Blick zurück: Was ist raus, was ist rein, was fehlt? In vielen Lagern endet der Tag mit einem Zettel. Das funktioniert – bis es nicht mehr funktioniert.
Der Tagesabschluss in beeShip zeigt alle versendeten Sendungen mit Versanddienstleister, Versandprodukt und Sendungsnummer. Du filterst nach Datum, Mitarbeiter oder Tag und exportierst als CSV oder PDF – zum Beispiel als fertige Übergabeliste für die DHL-Abholung.
Für den Wareneingang gibt es zusätzlich das Wareneingangs-Protokoll mit zwei getrennten Fortschrittsbalken: Wie viel ist angekommen, und wie viel davon liegt schon im Regal? Gerade das Zweite geht im Alltag oft unter.
Vorher/Nachher: Was sich mit einem zentralen Warenwirtschaftssystem ändert
Die Tabelle zeigt typische Muster – ohne Zahlen, weil die in jedem Lager anders aussehen.
| Bereich | Vorher (mehrere Insellösungen) | Nachher (zentrales WMS) |
|---|---|---|
| Bestandsführung | Zwei oder mehr Listen, manueller Abgleich | Ein Bestand im Lager, Übertragung an Billbee bzw. Shop |
| Amazon-Aufträge | Separat aus Seller Central abgearbeitet | Über Billbee, Afterbuy oder ShipStation in derselben Auftragsliste |
| Wareneingang | Papier, Excel, Charge/MHD oft nicht erfasst | Mobile Erfassung mit Charge, MHD und Lagerplatzvorschlag |
| Retouren | Oft vergessen oder verspätet gebucht | Per Scan identifiziert, artikelweise geprüft und zurückgebucht |
| Tagesabschluss | Zettel, Zuruf, Bauchgefühl | Liste aller Sendungen als CSV oder PDF |
| Nachbestellung | Manuell, oft zu spät | Lieferantenbestellung in beeShip, Entscheidung bleibt bei dir |
„Ein Lager läuft nicht rund, weil das System alles kann. Sondern weil jeder weiß, wo die Ware liegt und was als Nächstes passiert.“
Team beeShip
Warenwirtschaftssystem für Amazon: So setzt du es mit beeShip um
beeShip ist ein Cloud-WMS für Onlinehändler und Fulfiller, mit Servern in Deutschland. Der Fokus liegt auf allem, was im Lager passiert: Lieferantenbestellungen, Wareneingang, Lagerplätze, Kommissionierung, Packen, Versand und Retouren. Wie Amazon-Bestellungen über Billbee, Afterbuy oder ShipStation in dein Lager kommen, zeigen wir ausführlich auf unserer Seite Lagersystem für Amazon. Lieferanten und Bestellungen pflegst du im Lieferantenmanagement.
Gut zu wissen:
- FBM im Fokus: beeShip ist für alles gedacht, was du selbst versendest. Eine Nachschublieferung an ein Amazon-Lager (FBA) wickelst du wie einen normalen Warenausgang ab.
- Nachbestellen: Wann und wie viel du nachbestellst, entscheidest du selbst. Wer sich an Mindestbestände erinnern lassen will, kann das z. B. mit der n8n-Vorlage „Artikel unter Mindestbestand melden“ abbilden (self-hosted n8n, ab beeShip Pro).
- Buchhaltung: Rechnungen entstehen in deinem Buchhaltungs- oder Hub-System. beeShip kann sie zum Beispiel in Lexware Office (LexOffice) oder sevDesk anlegen.
Häufige Fragen zum Warenwirtschaftssystem für Amazon
Was ist ein Warenwirtschaftssystem für Amazon FBM?
Ein Warenwirtschaftssystem für Amazon FBM verwaltet deine Lagerbestände, Wareneingänge und Lieferantenbestellungen. Es sorgt dafür, dass der Bestand, den Amazon anzeigt, zu dem passt, was tatsächlich im Lager liegt – und dass Bestellungen aus mehreren Kanälen nicht dieselbe letzte Einheit verkaufen.
Wie kommen Amazon-Bestellungen in beeShip?
Nicht direkt, sondern über ein Hub-System: Billbee, Afterbuy oder ShipStation. Dort ist Amazon angebunden, beeShip importiert die Aufträge und meldet nach dem Versand die Sendungsnummer zurück. Das Hub-System gibt sie an Amazon weiter.
Wie kommt der Bestand von beeShip zu Amazon?
Mit Billbee zum Beispiel so: Bei Bestandsänderungen, etwa nach einem Wareneingang oder einer Inventur, meldet beeShip die Gesamtmenge an Billbee, und Billbee gibt sie an Amazon und deine anderen Kanäle weiter.
Unterstützt beeShip FBA?
beeShip ist für FBM gedacht, also für alles, was du selbst versendest. Eine Nachschublieferung an ein Amazon-Lager wickelst du wie einen normalen Warenausgang ab. Eine eigene FBA-Anbindung gibt es nicht.
Kann beeShip automatisch nachbestellen?
Eine automatische Nachbestellung gibt es nicht. Du legst Lieferantenbestellungen in beeShip an und siehst ihren Status von „Bestellt“ bis „Vollständig erhalten“. Eine Erinnerung bei Unterschreiten des Mindestbestands lässt sich z. B. über n8n umsetzen.
Wie werden Retouren im Bestand berücksichtigt?
Im Retouren-Modul prüfst du jeden Artikel und buchst einwandfreie Ware zurück ins Lager. Der Bestand ist damit korrigiert und geht an die angebundenen Kanäle – vorausgesetzt, die Retoure wird zeitnah gebucht.
Wir bauen Lagersoftware für Onlinehändler und Fulfiller im DACH-Raum – damit dein Lager schneller, fehlerfreier und unabhängiger versendet.
Aus der Theorie ins Lager.
Lass uns 30 Minuten über deinen Ablauf sprechen – wir zeigen dir live, wie das mit beeShip im Alltag aussieht.
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