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SKU: Bedeutung, Aufbau und Beispiele für deine Artikelnummer

Was ist eine SKU, wie unterscheidet sie sich von EAN, GTIN und Seriennummer und wie baust du ein SKU-System auf, das im Lager funktioniert? Mit Beispielen, Regeln und typischen Fehlern.

SKU erklärt: Beispiele für Artikelnummern wie TS-BLAU-M und HD-NORD-SW-XL im beeShip Lexikon
Inhaltsverzeichnis
  1. Was ist eine SKU?
  2. SKU, EAN, GTIN, UPC und Seriennummer: Wo ist der Unterschied?
  3. Warum ist eine saubere SKU so wichtig?
  4. Wie baue ich eine SKU auf?
  5. Welche Regeln gelten für gute SKUs?
  6. Wie viele SKUs brauche ich?
  7. Welche Fehler passieren bei SKUs am häufigsten?
  8. So arbeitet beeShip mit SKUs
  9. Häufige Fragen zur SKU
In einem Satz

Eine SKU (Stock Keeping Unit) ist eine interne Artikelnummer, die ein Händler selbst vergibt. Sie kennzeichnet genau einen Artikel in einer bestimmten Variante, zum Beispiel Farbe und Größe, und verbindet Shop, Bestand und Lager.

Auch genannt: Stock Keeping Unit, Lagerhaltungseinheit, Artikelnummer, interne Artikelnummer
Das Wichtigste in Kürze
  • Eine SKU ist deine eigene, interne Artikelnummer. Sie steht für genau einen Artikel in genau einer Variante.
  • Die SKU vergibst du selbst. EAN und GTIN kommen dagegen aus einem weltweiten Nummernsystem, die Seriennummer kennzeichnet ein einzelnes Stück.
  • Gute SKUs sind eindeutig, kurz, einheitlich aufgebaut und kommen ohne Sonderzeichen aus. Dann klappen Picken, Packen und Bestandsabgleich ohne Rückfragen.

Ein Kunde bestellt das blaue T-Shirt in Größe M. Im Regal liegen Blau und Navy, M und L direkt nebeneinander. Ob dein Team das richtige Teil greift, hängt an einer kleinen Zeichenfolge: der SKU.

Die SKU ist die Nummer, über die Shop, Warenwirtschaft und Lager wissen, welcher Artikel gemeint ist. Ist sie sauber vergeben, läuft vieles einfach automatisch. Ist sie doppelt, ungenau oder fehlt sie, merkst du das spätestens am Packtisch.

In diesem Lexikon-Eintrag erfährst du, was eine SKU genau ist, wie sie sich von EAN, GTIN und Seriennummer unterscheidet und wie du ein SKU-System aufbaust, das auch bei hunderten Varianten noch funktioniert.

Was ist eine SKU?

SKU steht für Stock Keeping Unit. Auf Deutsch sagt man auch Lagerhaltungseinheit oder einfach Artikelnummer. Gemeint ist eine Kennung, die du selbst festlegst und die genau einen lagerfähigen Artikel beschreibt.

Wichtig ist das Wort „genau“. Eine SKU steht nicht für ein Produkt im Allgemeinen, sondern für eine konkrete Ausführung. Das T-Shirt in Blau, Größe M, ist eine SKU. Dasselbe T-Shirt in Blau, Größe L, ist eine andere SKU. Alles, was du getrennt zählen, lagern und verkaufen willst, bekommt eine eigene Nummer.

Eine SKU kann aus Buchstaben, Ziffern und Bindestrichen bestehen. Es gibt keine Pflicht und keine offizielle Stelle, die sie vergibt. Genau das macht sie so praktisch: Du baust sie so auf, dass sie zu deinem Sortiment und deinem Lager passt.

Wofür die SKU im Alltag gebraucht wird

  • Bestand: Pro SKU weißt du, wie viele Stück da sind und wo sie liegen.
  • Bestellungen: Shop und Marktplatz übergeben die SKU, damit das Lager weiß, was raus muss.
  • Kommissionierung: Picklisten zeigen die SKU, damit dein Team den richtigen Artikel greift.
  • Nachbestellung und Auswertung: Verkäufe, Retouren und Lagerdauer lassen sich pro SKU auswerten.

SKU, EAN, GTIN, UPC und Seriennummer: Wo ist der Unterschied?

Im Lager tauchen viele Nummern auf. Sie klingen ähnlich, haben aber unterschiedliche Aufgaben. Die wichtigste Unterscheidung: Die SKU ist intern, EAN, GTIN und UPC sind international standardisiert, und die Seriennummer gehört zu einem einzelnen Stück.

Vergleich von SKU, EAN, GTIN, UPC, Seriennummer und Chargennummer
KennungWer vergibt sie?Was kennzeichnet sie?Aufbau
SKUDu selbstEinen Artikel in einer Variante, in deinem SystemFrei wählbar, oft Buchstaben und Ziffern
EANHersteller über GS1Ein Produkt weltweit eindeutigMeist 13 Ziffern (EAN-13)
GTINHersteller über GS1Oberbegriff für die globalen Artikelnummern, zu denen auch EAN und UPC gehören8, 12, 13 oder 14 Ziffern
UPCHersteller über GS1Ein Produkt, vor allem im nordamerikanischen Handel12 Ziffern
SeriennummerHerstellerGenau ein einzelnes StückJe Hersteller unterschiedlich
ChargennummerHerstellerEine Produktionsmenge, die gemeinsam hergestellt wurdeJe Hersteller unterschiedlich

Ein Beispiel macht es greifbar: Zehn identische Kopfhörer haben dieselbe EAN und bei dir dieselbe SKU. Jeder einzelne Kopfhörer hat aber seine eigene Seriennummer. Und alle zehn können aus derselben Produktion stammen, also dieselbe Chargennummer tragen.

Brauche ich SKU und EAN?

Meistens ja, und die beiden ergänzen sich gut. Die EAN brauchst du oft für Marktplätze und den Handel, sie wird vom Hersteller vorgegeben. Die SKU gehört dir. Sie bleibt gleich, auch wenn du den Lieferanten wechselst. Und sie funktioniert auch für Artikel, die gar keine EAN haben, etwa Eigenproduktionen, Sets oder Muster.

Warum ist eine saubere SKU so wichtig?

Die SKU ist das Bindeglied zwischen allen Systemen, die an einer Bestellung beteiligt sind. Shop, Marktplatz, Warenwirtschaft und Lagerverwaltung sprechen über diese eine Nummer miteinander. Wenn sie nicht stimmt, stimmt am Ende auch der Rest nicht.

Das passiert, wenn SKUs nicht sauber gepflegt sind:

  • Falsche Artikel im Paket: Zwei Varianten teilen sich eine Nummer, und dein Team greift die falsche.
  • Bestand, der nicht stimmt: Verkäufe werden dem falschen Artikel abgebucht. Online ist etwas verfügbar, das im Regal fehlt.
  • Bestellungen, die hängen bleiben: Kommt eine SKU an, die das Lager nicht kennt, muss jemand nachsehen und von Hand zuordnen.
  • Auswertungen ohne Aussagekraft: Kennzahlen wie die Lagerumschlagshäufigkeit sind nur so gut wie die Zuordnung der Verkäufe zu den richtigen Artikeln.

Umgekehrt gilt: Mit eindeutigen SKUs wird vieles einfacher. Neue Mitarbeitende finden sich schneller zurecht, die Inventur geht zügiger, und Bestände zwischen Shop und Lager bleiben im Gleichklang.

Wie baue ich eine SKU auf?

Es gibt kein festes Schema, aber ein bewährtes Prinzip: vom Allgemeinen zum Speziellen. Vorne steht, was viele Artikel gemeinsam haben, zum Beispiel Kategorie oder Produktlinie. Hinten steht, was die Variante unterscheidet, etwa Farbe oder Größe.

Ein einfaches Muster

Ein häufiger Aufbau sieht so aus: Kategorie – Modell – Merkmal 1 – Merkmal 2. Jeder Teil hat eine feste Länge oder ist durch einen Bindestrich getrennt. So bleibt die SKU lesbar, auch wenn du sie nur kurz auf dem Scanner siehst.

Beispiele für SKUs

Beispiele für SKUs aus verschiedenen Sortimenten
ArtikelBeispiel-SKUSo ist sie aufgebaut
T-Shirt, Blau, Größe MTS-BLAU-MKategorie – Farbe – Größe
Hoodie Modell „Nord“, Schwarz, Größe XLHD-NORD-SW-XLKategorie – Modell – Farbe – Größe
Bio-Tee Pfefferminz, 100 gTEE-PFM-100Kategorie – Sorte – Füllmenge
Ladekabel USB-C, 2 m, WeißKAB-USBC-2M-WSKategorie – Typ – Länge – Farbe
Geschenkset aus Tee und TasseSET-TEE-01Kategorie – Inhalt – laufende Nummer

Alle Beispiele haben eines gemeinsam: Man versteht sie ohne Nachschlagen. Wer „TS-BLAU-M“ auf der Pickliste liest, weiß sofort, wonach er im Regal sucht.

Lesbar oder rein fortlaufend?

Manche Händler nutzen einfach fortlaufende Nummern wie 100234. Das ist eindeutig und schnell vergeben. Der Nachteil: Niemand erkennt daran, was gemeint ist. Für das Lager sind sprechende SKUs meist angenehmer. Eine gute Mischung ist eine kurze, lesbare Kennung mit einer laufenden Nummer am Ende, wenn sich zwei Artikel sonst gleichen würden.

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Welche Regeln gelten für gute SKUs?

Ein paar einfache Regeln machen den Unterschied zwischen einer SKU, die dir hilft, und einer, die dich später ausbremst:

  1. Eindeutig: Eine SKU gehört zu genau einem Artikel. Keine Nummer wird doppelt vergeben, auch nicht für ausgelaufene Produkte.
  2. Einheitlich: Alle SKUs folgen demselben Muster. Farben heißen immer gleich, Größen werden immer gleich abgekürzt.
  3. Kurz: So lang wie nötig, so kurz wie möglich. Kurze SKUs passen auf jedes Etikett und lassen sich schnell vorlesen.
  4. Ohne Sonderzeichen: Zeichen wie /, %, &, * oder # führen in manchen Systemen zu Problemen. Buchstaben, Ziffern und Bindestrich reichen völlig.
  5. Ohne Verwechslungsgefahr: Die Buchstaben O und I sehen der Null und der Eins zum Verwechseln ähnlich. Nutze sie mit Bedacht.
  6. Dauerhaft: Eine einmal vergebene SKU änderst du nicht mehr. Sie hängt an Bestellungen, Beständen und Auswertungen.
Tipp aus der Praxis

Lege deine Abkürzungen einmal in einer kleinen Liste fest, bevor du die ersten SKUs vergibst. Zum Beispiel: BLAU, SW für Schwarz, WS für Weiß. Diese Liste bekommt jeder, der neue Artikel anlegt. So schreibt niemand „BL“, „BLU“ und „BLAU“ für dieselbe Farbe.

Wie viele SKUs brauche ich?

Die Faustregel ist einfach: Jede Variante, die du getrennt zählen willst, bekommt eine eigene SKU. Ein T-Shirt in fünf Farben und sechs Größen sind also nicht ein Artikel, sondern 30 SKUs. Das klingt nach viel, ist aber genau richtig. Nur so weißt du, ob Blau in M noch da ist oder schon ausverkauft.

Bei Sets und Bundles hilft ein Blick auf das Lager: Liegt das Set fertig gepackt im Regal, bekommt es eine eigene SKU mit eigenem Bestand. Wird es erst bei der Bestellung aus Einzelteilen zusammengestellt, braucht jedes Einzelteil seine eigene SKU. Das Set selbst ist dann eine Stückliste, die auf diese Einzelteile verweist.

Mehr SKUs bedeuten mehr Pflege. Prüfe deshalb regelmäßig, welche Artikel sich kaum noch drehen. Auslaufende SKUs nimmst du aus dem Verkauf, löschst die Nummer aber nicht, damit sie nicht aus Versehen neu vergeben wird.

Welche Fehler passieren bei SKUs am häufigsten?

  • Doppelte SKUs: Zwei Artikel teilen sich eine Nummer. Das ist einer der häufigsten Gründe für falsche Pakete und schiefe Bestände.
  • Fehlende SKUs: Ein neuer Artikel geht online, bevor er eine Nummer hat. Die erste Bestellung landet dann ohne klare Zuordnung im Lager.
  • Die EAN als SKU kopieren: Das wirkt bequem, macht dich aber abhängig vom Hersteller. Spätestens bei Eigenprodukten oder Sets ohne EAN passt das System nicht mehr.
  • Jeder Kanal hat eigene Nummern: Im Shop heißt der Artikel anders als auf dem Marktplatz. Ohne eine saubere Zuordnung weiß das Lager nicht, dass beides derselbe Artikel ist.
  • Zu viel Information in der SKU: Preis, Lieferant oder Saison ändern sich. Gehören sie in die SKU, musst du sie irgendwann ändern. Solche Angaben pflegst du besser in eigenen Feldern.
  • SKUs nachträglich umbenennen: Alte Bestellungen und Auswertungen verweisen dann ins Leere.

So arbeitet beeShip mit SKUs

In beeShip ist die SKU eine der zentralen Angaben eines Artikels. In der Artikelübersicht siehst du pro Artikel SKU, EAN/Barcode und Namen, dazu den Bestand pro Lager und Lagerort. Über das Mapping verknüpft beeShip den Artikel mit den passenden Artikeln in deinen Shops und Marktplätzen. Das ist die Grundlage dafür, dass Bestände sauber abgeglichen und Bestellungen dem richtigen Artikel zugeordnet werden.

Hat ein Artikel keine EAN, ist das kein Problem. beeShip druckt Artikeletiketten wahlweise als EAN-13-Barcode oder als SKU-Barcode im Format Code 128, der Buchstaben und Ziffern abbildet. In der mobilen App scannst du den Artikel oder suchst ihn über EAN oder SKU und druckst bis zu 100 Etiketten auf einmal, direkt am Lagerplatz. Danach erkennt der Scanner beim Picken und Packen jeden Artikel eindeutig. Wie das im Alltag aussieht, zeigt die scannergestützte Kommissionierung mit Billbee.

Auch bei Stücklisten spielt die SKU eine Rolle: Jede Komponente eines Bundles braucht ihre eigene SKU und ihren eigenen Lagerplatz. Dann führt die Pickliste alle Einzelteile mit Lagerort auf, und beim Packen ist auf einen Blick klar, ob das Set vollständig ist.

Häufige Fragen zur SKU

Was bedeutet SKU auf Deutsch?

SKU ist die Abkürzung für „Stock Keeping Unit“. Auf Deutsch spricht man von Lagerhaltungseinheit, im Alltag meist einfach von Artikelnummer. Gemeint ist die interne Nummer, die einen Artikel in einer bestimmten Variante kennzeichnet.

Ist die SKU dasselbe wie die EAN?

Nein. Die EAN wird vom Hersteller über GS1 vergeben und ist weltweit eindeutig. Die SKU legst du selbst fest, sie gilt in deinem eigenen System. Viele Artikel haben beides.

Wie lang sollte eine SKU sein?

Eine feste Vorgabe gibt es nicht. In der Praxis haben sich kurze SKUs bewährt, die auf ein Etikett passen und sich schnell lesen lassen. Wichtiger als die Länge ist, dass alle SKUs demselben Muster folgen.

Darf eine SKU Sonderzeichen enthalten?

Besser nicht. Zeichen wie /, %, &, * oder # können beim Austausch zwischen Systemen Probleme machen. Buchstaben, Ziffern und Bindestriche sind die sichere Wahl.

Brauchen Varianten eigene SKUs?

Ja. Jede Farbe, Größe oder Füllmenge, die du getrennt lagerst und verkaufst, braucht ihre eigene SKU. Nur so stimmen Bestand und Picklisten für jede einzelne Variante.

Kann ich meine SKUs nachträglich ändern?

Möglich ist es, aber selten eine gute Idee. Bestellungen, Bestände und Auswertungen hängen an der SKU. Wenn du dein System umstellen willst, plane das sorgfältig und ordne alte und neue Nummern klar einander zu, am besten zu einem ruhigen Zeitpunkt wie einer Inventur.

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