Odoo Amazon Connector: Amazon-Aufträge über Odoo bis zum Paket

So kommt deine Amazon-Bestellung über den Odoo Amazon Connector als Verkaufsauftrag nach Odoo und wird mit beeShip als Lager gepackt, versendet und mit Tracking zurückgemeldet – ohne doppelte Pflege.

Odoo Amazon Connector: Amazon-Auftrag wird in Odoo zum Verkaufsauftrag und in beeShip zum Paket
Inhaltsverzeichnis
  1. Für wen sich der Odoo Amazon Connector lohnt
  2. Wie der Connector funktioniert – der Bestellfluss im Überblick
  3. Was Amazon vom Verkäufer verlangt – und was das fürs Lager heißt
  4. Bestand über mehrere Kanäle synchron halten
  5. Versand pünktlich, Retouren sauber
  6. Odoo Amazon Connector plus beeShip: so richtest du es ein
  7. Typische Stolpersteine
  8. Häufige Fragen zum Odoo Amazon Connector
In einem Satz

Der Odoo Amazon Connector ist ein Odoo-Modul, das ein Amazon-Verkäuferkonto anbindet und Amazon-Bestellungen als Verkaufsaufträge in Odoo anlegt. Beim Versand durch den Verkäufer (FBM) wird die Sendung aus dem Lager abgewickelt und das Tracking zurückgemeldet.

Auch genannt: Odoo Amazon Integration, Odoo Amazon Schnittstelle, Amazon Connector Odoo
Das Wichtigste in Kürze
  • Der Odoo Amazon Connector holt Amazon-Bestellungen als Verkaufsaufträge nach Odoo – von dort aus läuft die weitere Abwicklung.
  • Für FBM (Versand durch Verkäufer) brauchst du eine saubere Kette: Odoo → Lagerverwaltung → Pick/Pack → Versand inkl. Tracking-Rückmeldung.
  • beeShip verbindet sich mit deinem Odoo, importiert Verkaufsaufträge und Artikel und meldet Lieferung und Sendungsverfolgung automatisch an Odoo zurück. Amazon bleibt dabei über Odoo angebunden.

Es klingelt. Nicht an der Tür, sondern im Odoo. Eine Amazon-Bestellung ist eingegangen, der Verkaufsauftrag liegt da, und jetzt? Wer pickt, wer packt, wer druckt das Label, und wer sagt Amazon, dass das Paket unterwegs ist? Genau an dieser Stelle wird der Odoo Amazon Connector für viele Händler erst richtig spannend – oder richtig nervig.

In der Praxis gibt es zwei Lager. Die einen haben Odoo als zentrales System und Amazon als einen von mehreren Kanälen. Die anderen betreiben Odoo nur als Buchhaltung und wickeln Amazon irgendwie daneben ab. Beide Wege funktionieren – bis das Volumen steigt. Dann entscheidet nicht das schönste Dashboard, sondern die Frage: Wie kommt der Auftrag vom Marktplatz ins Lager, und wie kommt das Tracking zurück?

Odoo Amazon Connector: Fluss vom Amazon-Auftrag über Odoo und beeShip bis zum versandten Paket
Der Weg des Auftrags – Amazon liefert den Auftrag, Odoo hält ihn fest, beeShip macht daraus ein Paket – und meldet das Ergebnis zurück.

Für wen sich der Odoo Amazon Connector lohnt

Der Connector ist kein Selbstzweck. Er lohnt sich, wenn Odoo bei dir nicht nur Belegablage ist, sondern der Ort, an dem Aufträge, Artikel und Bestände zusammenlaufen. Typische Situationen:

  • Du verkaufst auf Amazon im Modell FBM (Versand durch Verkäufer) und willst die Aufträge nicht manuell in ein zweites System tippen.
  • Du hast weitere Vertriebskanäle und möchtest Bestände nicht in mehreren Oberflächen pflegen.
  • Du arbeitest mit einem Fulfiller oder 3PL und willst, dass Auftragsdaten und Rückmeldungen strukturiert zwischen Odoo und dem Lager fließen.
  • Du brauchst Rechnung und Lieferschein aus Odoo, aber Pick/Pack soll im Lager passieren.

Weniger sinnvoll ist der Aufwand, wenn du ausschließlich FBA nutzt und Amazon die komplette Logistik übernimmt. Dann wandern zwar auch Daten, aber die Lagerprozesse, um die es hier geht, finden bei Amazon statt.

Wie der Connector funktioniert – der Bestellfluss im Überblick

Der Amazon Connector ist eine App von Odoo selbst. Laut Odoo-Dokumentation holt er bestätigte FBA- und FBM-Bestellungen als Verkaufsaufträge in Odoo, legt fehlende Kontakte und Lieferadressen an und unterstützt mehrere Verkäuferkonten und Marktplätze, darunter Amazon.de. Für FBM erzeugt Odoo pro Bestellung einen Lieferauftrag; ist er erledigt, meldet der Connector den Versandstatus an Amazon. Außerdem kann er die verfügbare Menge von FBM-Artikeln an Amazon übertragen. Welche Odoo-Edition und welches Abo du dafür brauchst, prüfst du am besten direkt bei Odoo.

Ab dem Verkaufsauftrag bist du in Odoo – nicht mehr auf dem Marktplatz. Was danach passiert, hängt davon ab, wie dein Lager aufgestellt ist.

Der typische Fluss sieht so aus:

  1. Amazon-Bestellung geht ein und wird als Verkaufsauftrag in Odoo erzeugt.
  2. Dein Lagersystem – zum Beispiel beeShip – importiert den Verkaufsauftrag.
  3. Im Lager entsteht ein Pick-/Pack-Vorgang, inklusive Label und Packstück.
  4. Der Versand wird ausgeführt – der Carrier nimmt das Paket an.
  5. Die Lieferung wird in Odoo ausgeführt, Tracking und Carrier stehen am Lieferauftrag.
  6. Optional wird die Rechnung erstellt und gebucht.
  7. Der Amazon Connector meldet den Versand an Amazon.

Wichtig: Amazon selbst bleibt in dieser Kette indirekt angebunden – nämlich über Odoo. beeShip spricht mit Odoo, Odoo spricht mit Amazon. Der Vorteil: Du pflegst eine Verbindung zum Marktplatz, nicht zwei.

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Merksatz

Odoo ist der Dreh- und Angelpunkt. Amazon liefert den Auftrag, Odoo hält ihn fest, das Lager erledigt die physische Welt.

Was Amazon vom Verkäufer verlangt – und was das fürs Lager heißt

Amazon gibt für FBM klare Spielregeln vor: Versandfristen, gültige Trackingnummern, korrekte Carrier-Zuordnung, Retourenabwicklung. Die konkreten Kennzahlen – etwa Versandpünktlichkeit oder Stornoquote – ändern sich regelmäßig. Prüfe deshalb die aktuellen Bedingungen im Kontozustand von Seller Central. Dort stehen die verbindlichen Werte.

Für dein Lager bedeutet das vor allem: Der Auftrag darf nicht liegen bleiben. Und das Tracking muss zurückgemeldet werden – sonst sieht Amazon den Versand nicht.

AnforderungWas das fürs Lager heißt
Versandfrist einhaltenAufträge müssen zügig in den Pick-Prozess, nicht in einen manuellen Stapel
Gültige TrackingnummerLabel muss aus dem Lagerprozess kommen und am Auftrag hängen
Korrekte Carrier-ZuordnungDer Versanddienstleister muss sauber am Lieferauftrag stehen
Retouren bearbeitbarRückläufer brauchen einen klaren Weg zurück in den Bestand
BestandsgenauigkeitWas im Lager liegt, muss im System stehen – sonst gibt es Stornos oder Over-Selling

Odoo bringt mit der Lager-App selbst Lagerfunktionen mit. Wer aber spezialisierte Abläufe für Kommissionierung und Versand braucht – etwa Pickstrategien, Packtisch mit Scan-Kontrolle, Waage und Versandregeln –, ergänzt Odoo um ein WMS. Genau da setzt die Odoo-Lagerverwaltung mit beeShip an.

Bestand über mehrere Kanäle synchron halten

Ein Amazon-Auftrag ist selten der einzige. Wenn du parallel Shopify, Shopware oder Kaufland bespielst, willst du einen Bestand, der überall stimmt. Sonst verkaufst du denselben Artikel zweimal – und darfst dich beim Kunden entschuldigen.

Die Logik ist einfach: Es gibt eine führende Bestandsmenge. Alles andere sind Kanäle, die davon lesen. In der Odoo-Kette heißt das: beeShip meldet den Bestand aus allen Bestandsvorgängen – auch aus dem Wareneingang – an Odoo, auf Wunsch pro Lagerplatz und Charge. Odoo kann die verfügbare Menge von FBM-Artikeln über den Amazon Connector an Amazon weitergeben. Umgekehrt holst du den Bestand per Button 1:1 aus Odoo nach beeShip, etwa beim Start.

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Tipp aus der Praxis

Prüfe nach dem ersten Sync, ob deine Artikel wirklich vollständig sind: EAN, Gewicht, Zolltarifnummer, Ursprungsland. Fehlt das, merkst du es meist erst beim ersten internationalen Versand – und dann unter Zeitdruck.

Versand pünktlich, Retouren sauber

Pünktlicher Versand ist kein Hexenwerk, sondern eine Frage der Reihenfolge. Aufträge müssen früh in die Kommissionierung, Labels müssen ohne Medienbruch entstehen, und das Tracking muss automatisch zurückfließen. Jeder manuelle Zwischenschritt kostet Zeit – und genau die fehlt kurz vor der Abholung durch den Carrier.

In beeShip druckst du Labels über deine eigenen Geschäftskundenverträge, etwa mit DHL, DPD, GLS, Hermes oder UPS. Versandregeln wählen Carrier und Versandprodukt automatisch nach Zielland, Gewicht oder Tag, und die Sendungsnummer landet direkt am Odoo-Lieferauftrag.

Retouren sind der ungeliebte Teil. Ein Rückläufer ist kein Buchhaltungsproblem, sondern ein Lagerproblem: Ware annehmen, prüfen, entscheiden, wieder einbuchen. In beeShip findest du die Retoure über Tracking- oder Bestellnummer, prüfst jeden Artikel und buchst ihn zurück oder als Ausschuss aus. Erstattungen bearbeitest du laut Odoo-Doku weiterhin in Seller Central. Wenn das nicht sauber läuft, driftet dein Bestand. Und ein driftender Bestand ist der Anfang vom nächsten Over-Selling.

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Odoo Amazon Connector plus beeShip: so richtest du es ein

Die Verbindung zwischen Odoo und beeShip ist bewusst schlicht gehalten. Du trägst in beeShip unter Einstellungen → Odoo die Adresse deines Odoo, den Datenbanknamen, deinen Login und einen API-Schlüssel ein. beeShip prüft die Verbindung sofort und meldet, ob sie erfolgreich war. Danach startest du mit „Bestellungen holen“ und „Artikel holen“ den ersten Import.

Was danach passiert:

  • Import: beeShip importiert deine Verkaufsaufträge und Artikel aus Odoo – inklusive Bildern, EAN/Barcode, Gewicht (in Gramm umgerechnet), Volumen sowie Zoll-Angaben wie Zolltarifnummer und Ursprungsland.
  • Rückmeldung: Sobald ein Paket verpackt ist, meldet beeShip Lieferung und Sendungsverfolgung automatisch an Odoo zurück.
  • Rechnung: Optional erstellt beeShip nach dem Versand die Rechnung in Odoo, bucht sie und markiert sie als bezahlt – damit ist die Bestellung abgeschlossen.
  • Teillieferungen: In beide Richtungen. beeShip erkennt in Odoo bereits gelieferte Positionen; bei eigenen Teilversänden wird nur der versandte Teil ausgeführt, und Odoo legt für den Rest automatisch eine Backorder an.
  • Bestand: in beide Richtungen. beeShip meldet Lagerbestände aus allen Bestandsvorgängen an Odoo – auch aus dem Wareneingang, bei aktivierten Lagerorten pro Lagerplatz und Charge. Per Button holst du den Bestand 1:1 aus Odoo.
  • Tags & Ausschluss: Auftrags-Tags laufen in beide Richtungen, und über NOT-BEESHIP kannst du Aufträge oder Artikel gezielt ausschließen.
  • Druck: Rechnung und Lieferschein aus Odoo lassen sich über deine beeShip-Drucker drucken.

Mehrere Odoo-Datenbanken kannst du parallel verwalten. Wichtig sind die Voraussetzungen: Odoo 17.0, 18.0 oder 19.0 (19.0 ist getestet, 17.0 die Mindestversion), Odoo Online, Odoo.sh und selbst gehostetes Odoo, Community und Enterprise. Installiert sein müssen die Apps Verkauf, Lager und Rechnungsstellung/Buchhaltung – für Auftrags-Tags zusätzlich die Tags-Funktion. Für das Drucken bei selbst gehostetem Odoo muss auf dem Odoo-Server wkhtmltopdf installiert sein.

Und Amazon? Bleibt in dieser Konstellation indirekt. Der Auftrag kommt über Odoo, nicht über eine Direktanbindung von beeShip an Amazon. Wenn du Amazon ohne Odoo anbinden willst, geht das zum Beispiel über Billbee – unser Partner und eine starke Basis für beeShip als Lager – oder über Afterbuy bzw. ShipStation. Mehr dazu auf der Seite Lagersystem für Amazon.

Typische Stolpersteine

Drei Dinge bringen den Fluss besonders häufig ins Stocken:

  1. Artikelstammdaten sind unvollständig. Kein Gewicht, keine EAN, keine Zolltarifnummer. Spätestens beim ersten Paket ins Ausland wird es unangenehm.
  2. Der Auftrag wird doppelt bearbeitet. Jemand packt im Lager, jemand tippt parallel in Odoo. Das erzeugt Doppelbuchungen und falsche Bestände.
  3. Das Tracking wird nicht zurückgemeldet. Dann sieht Amazon den Versand nicht – und du bekommst Probleme mit den Kennzahlen, obwohl das Paket längst unterwegs ist.

Unser Tipp: Fang mit einem Kanal an. Bring Odoo und dein Lager sauber zum Laufen, mit einem Carrier und einem Prozess. Erst dann kommen weitere Kanäle dazu. Wer zu früh skaliert, skaliert den Fehler mit.

Wenn du das Thema Versand grundsätzlich automatisieren willst – Labels, Carrier, Übergabe – schau dir Odoo-Versand automatisieren an.

Häufige Fragen zum Odoo Amazon Connector

Brauche ich den Odoo Amazon Connector auch bei FBA?

Bei FBA versendet Amazon selbst. Der Connector kann trotzdem sinnvoll sein, um Bestellungen und Buchhaltung in Odoo zu bündeln – die Lagerprozesse, um die es hier geht, finden aber bei Amazon statt.

Kann beeShip direkt mit Amazon sprechen?

Nein, Amazon ist bei beeShip nicht direkt angebunden. In der Odoo-Konstellation läuft Amazon über den Odoo Amazon Connector. Ohne Odoo kommen Amazon-Bestellungen zum Beispiel über Billbee, Afterbuy oder ShipStation ins Lager.

Welche Odoo-Versionen werden unterstützt?

Odoo 17.0, 18.0 und 19.0. Version 19.0 ist getestet, 17.0 die Mindestversion. Odoo 16.0 und älter werden nicht unterstützt, weil Odoo mit Version 17 die Lager-Schnittstelle umgestellt hat.

Was passiert bei Teillieferungen?

Teillieferungen funktionieren in beide Richtungen: beeShip erkennt in Odoo bereits gelieferte Positionen. Versendet beeShip nur einen Teil, wird genau dieser Teil in Odoo ausgeführt, und Odoo legt für den Rest eine Backorder an.

Wer erstellt die Rechnung – Odoo oder beeShip?

Die Rechnung entsteht weiterhin in Odoo – auf Wunsch aber automatisch: Ist „Rechnung automatisch erstellen“ aktiv, legt beeShip sie nach dem Versand in Odoo an, bucht sie und markiert sie als bezahlt. Rechnung und Lieferschein aus Odoo lassen sich zudem beim Packen über deine beeShip-Drucker drucken.

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