Shopware ERP-System: Welche Lösung passt zu deinem Shop?
Shopware ERP-System gesucht? Wir vergleichen Bordmittel, ERP-Anbindung, WMS mit Buchhaltungstool und Kombinationen – mit Entscheidungstabelle und ehrlichen Tipps aus dem Lageralltag.

Inhaltsverzeichnis
- Die Optionen im Überblick: Was ist ein Shopware ERP-System überhaupt?
- Option 1: Shopware-Bordmittel – reicht das?
- Option 2: ERP-Anbindung – die klassische Lösung
- Option 3: WMS + Buchhaltungstool – schlank und fokussiert
- Option 4: Kombination – Shopware plus WMS plus Tool
- Für wen passt was? Die Entscheidungshilfe
- Shopware ERP-System oder WMS? So läuft es mit beeShip
- Typische Stolpersteine, die wir bei Händlern sehen
- Häufige Fragen zum Shopware ERP-System
Ein Shopware ERP-System ist eine an Shopware angebundene Unternehmenssoftware, die Einkauf, Finanzen und Stammdaten zentral verwaltet. Je nach Bedarf übernehmen auch ein Lagerverwaltungssystem (WMS) und ein Buchhaltungstool einzelne ERP-Aufgaben.
- Ein Shopware ERP-System ist kein Plug-and-play-Produkt, sondern eine Entscheidung: Bordmittel, ERP-Anbindung, WMS mit Buchhaltungstool oder Kombination.
- Die richtige Wahl hängt von Lagerplätzen, Chargen/MHD, Kanälen und Buchhaltung ab – nicht von der Größe allein.
- Für viele Händler passt eine schlanke Kombination: Shopware als Verkaufskanal, ein WMS fürs Lager, ein Buchhaltungstool für Rechnungen.
Dein Shopware-Shop läuft, die Bestellungen kommen rein, aber im Lager wird es eng. Jetzt stellt sich die Frage: Brauchst du ein Shopware ERP-System – und wenn ja, welches? Die Auswahl ist groß, die Versprechen sind es auch. Dieser Vergleich hilft dir, die Optionen nach deinem tatsächlichen Bedarf zu sortieren.
Die ehrliche Antwort vorweg: Es gibt nicht das eine Shopware ERP-System. Es gibt Optionen, die zu unterschiedlichen Situationen passen. Manche Händler brauchen nur ein bisschen Ordnung, andere müssen Chargen und MHD verwalten, wieder andere wollen Lager und Buchhaltung trennen. In diesem Beitrag vergleichen wir die vier typischen Wege und zeigen, für wen was passt.
Die Optionen im Überblick: Was ist ein Shopware ERP-System überhaupt?
Ein ERP-System (Enterprise Resource Planning) bündelt Warenwirtschaft, Lager, Aufträge und oft auch Buchhaltung in einer Oberfläche. Für Shopware bedeutet das: Bestellungen, Bestände und Versand laufen zentral zusammen. Aber nicht jede Lösung ist ein klassisches ERP. Manche sind Plugins, manche Schnittstellen, manche WMS mit angebundener Buchhaltung.
Bevor du dich für eine Richtung entscheidest, schau auf deine Realität: Wie viele Lagerplätze hast du? Musst du Chargen oder MHD verfolgen? Verkaufst du nur über Shopware oder auch über Marktplätze? Und wer macht die Buchhaltung? Diese vier Fragen entscheiden mehr als jeder Feature-Vergleich.
| Kriterium | Shopware-Bordmittel | ERP-Anbindung | WMS + Buchhaltungstool | Kombination (Shop + WMS + Tool) |
|---|---|---|---|---|
| Lagerplätze | Ein Bestandswert pro Artikel; mehrere Lager je nach Tarif oder Erweiterung | Meist vorhanden | Ja, oft detailliert | Ja, je nach WMS |
| Chargen/MHD | Nein | Häufig ja | Oft ja | Ja, wenn WMS es kann |
| Kanäle | Shopware-Verkaufskanäle, weitere je nach Erweiterung | Mehrere | Mehrere, oft über Partner | Mehrere, flexibel |
| Buchhaltung | Rechnungsdokumente ja, Buchhaltung extern | Teilweise integriert | Über Lexware Office/sevDesk | Über Lexware Office/sevDesk |
| Einstiegsaufwand | Gering | Hoch | Mittel | Mittel |
Die Tabelle ist bewusst grob. Sie soll dir eine Richtung geben, kein Urteil. Denn die Details entscheiden: Ein Händler mit – nehmen wir an – 50 Lagerplätzen braucht andere Funktionen als einer mit 5.000. Und wer nur über Shopware verkauft, hat andere Anforderungen als jemand, der parallel auf Amazon, OTTO Market und Kaufland listet. Welche Funktionen in deinem Shopware-Tarif enthalten sind, prüfst du am besten direkt in der Übersicht der kommerziellen Shopware-Features – die Konditionen können sich ändern.
Option 1: Shopware-Bordmittel – reicht das?
Shopware 6 bringt von Haus aus Bestellverwaltung, Bestandsführung, Dokumente wie Rechnung und Lieferschein sowie Versandarten mit. Für kleine Shops mit wenigen Produkten und einem einzigen Lager kann das eine Weile gut gehen. Du siehst Bestellungen, kannst Status ändern und Versandlabels drucken – meist über Erweiterungen deines Versanddienstleisters.
Vorteile: Kein zusätzliches System, keine Schnittstellen. Nachteile: Sobald du mehrere Lagerplätze, Chargen oder Marktplätze hast, wird es eng. Shopware kennt den Bestand, aber nicht den Lagerplatz im Regal; Pick- und Packprozesse mit Scanner sind nicht der Kern eines Shopsystems, und die Buchhaltung läuft separat. Typischer Stolperstein: Der Bestand im Shop stimmt nicht mit dem im Lager überein, weil niemand die manuellen Korrekturen nachzieht.
Für wen es passt: Händler mit überschaubarem Sortiment, einem Lager und ohne Chargenpflicht. Wer wächst, stößt hier schnell an Grenzen.
Option 2: ERP-Anbindung – die klassische Lösung
Ein ERP-System wird per Schnittstelle an Shopware angebunden. Bestellungen fließen ins ERP, Bestände zurück in den Shop. Das klingt sauber – und ist es auch, wenn dein Unternehmen ohnehin schon ein ERP nutzt. Der Haken: Die Einrichtung ist aufwendig, die Kosten sind höher, und du brauchst jemanden, der sich damit auskennt.
Vorteile: Zentrale Datenhaltung, oft starke Lager- und Buchhaltungsfunktionen, gut für komplexe Prozesse. Nachteile: Hoher Einstiegsaufwand, längere Projektlaufzeiten, weniger flexibel bei schnellen Änderungen. Typischer Stolperstein: Das ERP kann viel, aber der Shopware-Connector hinkt hinterher – dann synchronisiert nicht alles, was du brauchst.
Für wen es passt: Mittelständische Händler mit bestehendem ERP, mehreren Kanälen und dem Wunsch, alles in einem System zu bündeln. Wer nur Shopware bespielt, fährt mit dieser Option oft über das Ziel hinaus.
Option 3: WMS + Buchhaltungstool – schlank und fokussiert
Statt eines großen ERPs setzt du auf ein Lagerverwaltungssystem (WMS) und ein separates Buchhaltungstool wie Lexware Office (ehemals LexOffice) oder sevDesk. Das WMS übernimmt Lagerplätze, Kommissionierung, Versand und die Versandrückmeldung an Shopware. Die Rechnungen landen über eine Anbindung im Buchhaltungstool, statt dass du sie abtippst.
Vorteile: Schneller Einstieg, klare Trennung von Lager und Buchhaltung, flexibel erweiterbar. Nachteile: Zwei Systeme statt einem, du brauchst eine saubere Übergabe der Daten. Typischer Stolperstein: Die Rechnungsstellung wird vergessen, weil sie nicht im WMS passiert – dann musst du manuell nacharbeiten.
Für wen es passt: Händler, die Lager und Buchhaltung getrennt denken wollen und keine Lust auf ein monatelanges ERP-Projekt haben. Auch für Fulfiller, die für mehrere Shops lagern, ist das oft die pragmatische Wahl.
Option 4: Kombination – Shopware plus WMS plus Tool
Die vierte Option ist weniger ein Produkt als eine Haltung: Du nimmst nicht ein System für alles, sondern kombinierst passende Bausteine. Shopware bleibt dein Verkaufskanal, ein WMS übernimmt Lager und Versand, ein Buchhaltungstool erledigt die Rechnungen. Marktplätze wie Amazon, eBay, OTTO Market oder Kaufland bündelst du bei Bedarf über Billbee, unseren Partner – Billbee bleibt dann der Auftrags- und Kanal-Hub, das WMS kümmert sich ums Lager.
Vorteile: Jedes System macht das, wofür es gebaut ist. Du bleibst flexibel und kannst einzelne Bausteine austauschen. Nachteile: Du musst die Schnittstellen im Blick behalten und sicherstellen, dass die Daten konsistent fließen. Typischer Stolperstein: Zu viele Tools ohne klare Verantwortung – dann weiß niemand mehr, welcher Bestand der richtige ist.
Für wen es passt: Händler, die wachsen wollen, ohne sich jetzt schon auf ein großes ERP festzulegen. Und Fulfiller, die für verschiedene Shops lagern und flexibel bleiben müssen.
Für wen passt was? Die Entscheidungshilfe
Statt einer pauschalen Empfehlung hier eine klare Zuordnung. Such dir die Situation, die am ehesten auf dich zutrifft:
- Du verkaufst nur über Shopware, hast ein Lager und keine Chargen: Bordmittel reichen oft noch eine Weile. Beobachte, wann der Bestand unübersichtlich wird.
- Du hast bereits ein ERP im Unternehmen: Dann ist die ERP-Anbindung naheliegend – prüfe aber, ob der Shopware-Connector wirklich alles kann, was du brauchst.
- Du vergleichst gerade Lager-Erweiterungen direkt in Shopware: Einen sachlichen Überblick findest du unter Pickware-Alternative.
- Du willst Lager und Buchhaltung trennen: WMS plus Lexware Office oder sevDesk ist schlank und schnell aufgesetzt.
- Du verkaufst über mehrere Kanäle oder Lager und willst flexibel bleiben: Die Kombination aus Shopware, WMS und Buchhaltungstool gibt dir die nötige Bewegungsfreiheit. Wie das mit mehreren Standorten aussieht, zeigt der Beitrag Shopware mit mehreren Lagern.
- Du lagerst für andere (Fulfillment): Ein WMS mit klarer Mandantentrennung ist Pflicht. Achte darauf, dass Bestände pro Kunde sauber getrennt sind.
Und noch ein ehrlicher Tipp: Unterschätze nicht die Buchhaltung. Viele Händler konzentrieren sich auf Lager und Versand und merken erst später, dass die Rechnungsstellung nicht automatisch läuft. Kläre vorher, welches Tool Rechnungen aus Shopware-Bestellungen erzeugen kann – und wie die Daten dorthin kommen.
Shopware ERP-System oder WMS? So läuft es mit beeShip
beeShip ist eine Cloud-Lagerverwaltung für Shopware 6 – für Onlinehändler und Fulfiller. Die Einrichtung ist überschaubar: Du erstellst in deiner Shopware-Administration unter Einstellungen → System → Integrationen eine Integration, vergibst die Leserechte (Bestellungen, Positionen, Adressen, Produkte, Versand) und hinterlegst Shop-URL, Access Key ID und Secret Access Key in beeShip. Mehrere Shopware-6-Shops lassen sich parallel anbinden.
Was geht in welche Richtung?
- Von Shopware zu beeShip: Bestellungen der letzten 31 Tage mit Rechnungs- und Lieferadresse, Positionen (SKU, Menge, Preise, Steuersätze), Währung, Kundenkommentar und Versandmethode. Der Import läuft automatisch in Batches.
- Direkt beim Import: beeShip wendet deine Versand- und Tag-Regeln an und ordnet Aufträge den passenden Picklisten zu – dein Team muss nichts von Hand sortieren.
- Von beeShip zurück an Shopware: der Lieferstatus samt Sendungsnummer – „Teilweise versandt“ nach dem ersten Teilpaket, „Versandt“ nach dem letzten.
Ein Punkt, der in der Praxis oft unterschätzt wird: Teillieferungen. Wenn eine Bestellung nicht komplett rausgeht – weil ein Artikel fehlt oder die Sendung zu groß ist –, versendest du mit beeShip genau das, was tatsächlich im Paket liegt. Du scannst die Artikel, dann den Befehl sendproducts, und beeShip erzeugt das Label für diese Positionen. Der Rest bleibt offen. In beeShip steht der Auftrag dann auf „teillieferung“, in Shopware auf „Teilweise versandt“. Mit dem letzten Paket wechselt Shopware automatisch auf „Versandt“. Die Versand-Historie in beeShip zeigt dir, welcher Artikel mit welchem Paket und welcher Sendungsnummer rausging.
Für die Buchhaltung bindest du Lexware Office oder sevDesk an: beeShip legt die Rechnungen dort an – mit eigenen Vorlagen, Steuersätzen und Zahlungszielen pro Verkaufskanal. Und wenn du zusätzlich Marktplätze bespielst, laufen diese Bestellungen über Billbee als Partner in beeShip ein.
Automatischer Bestellimport (letzte 31 Tage), mehrere Shops parallel, Versand- und Tag-Regeln beim Import, Picklisten, Versandrückmeldung mit Sendungsnummer inklusive Teillieferung. Rechnungen über Lexware Office oder sevDesk, Marktplätze über Billbee. Gut zu wissen: Wie der Bestandsabgleich zurück an deinen Shop eingerichtet wird, besprichst du am besten direkt in der Demo an deinem Setup.
Typische Stolpersteine, die wir bei Händlern sehen
Egal für welche Option du dich entscheidest – diese Fehler tauchen immer wieder auf:
- Bestandssync unterschätzt: Wenn der Shop-Bestand nicht regelmäßig mit dem Lager abgeglichen wird, verkaufst du Dinge, die nicht da sind. Achte darauf, dass die Synchronisation in beide Richtungen funktioniert – oder zumindest klar geregelt ist, wer führt.
- Teillieferungen nicht abgebildet: Viele Systeme können nur „ganz oder gar nicht“. Dann bleibt der Auftrag liegen, obwohl ein Teil verfügbar wäre. Prüfe vorher, ob deine Lösung Teillieferungen kann.
- Buchhaltung vergessen: Die schönste Lagerverwaltung nützt nichts, wenn am Monatsende niemand die Rechnungen schreibt. Kläre die Anbindung an dein Buchhaltungstool früh.
- Zu viele Tools ohne Owner: Jedes Tool braucht jemanden, der es verantwortet. Sonst weiß keiner, welcher Bestand der richtige ist.
- Marktplätze nicht mitgedacht: Wer zusätzlich über Amazon, OTTO Market oder Kaufland verkauft, braucht eine Stelle, die diese Kanäle bündelt – zum Beispiel Billbee.
Teste den Ablauf, bevor du live gehst. Leg eine Testbestellung an, schau, ob sie im Lager ankommt, versende sie und prüfe, ob Status und Sendungsnummer im Shop landen. Und prüfe, was passiert, wenn du eine Teillieferung machst – bleibt der Auftrag offen? Wird der Rest sauber nachgeliefert? Lieber einmal zu viel testen als später Kunden erklären, warum die zweite Hälfte fehlt.
Häufige Fragen zum Shopware ERP-System
Brauche ich für Shopware ein ERP-System?
Nicht zwingend. Für kleine Shops mit einem Lager und ohne Chargen können die Bordmittel reichen. Sobald du mehrere Lager, Marktplätze oder Chargenverwaltung brauchst, wird ein ERP oder ein WMS mit Buchhaltungstool sinnvoll. Die Entscheidung hängt von deinen Prozessen ab, nicht von der Shopgröße allein.
Was ist der Unterschied zwischen ERP und WMS?
Ein ERP bündelt oft das ganze Unternehmen – Warenwirtschaft, Buchhaltung, Personal. Ein WMS konzentriert sich auf das Lager: Bestände, Kommissionierung, Versand. Viele Händler kombinieren ein WMS mit einem Buchhaltungstool wie Lexware Office oder sevDesk, statt ein großes ERP einzuführen.
Kann beeShip Teillieferungen für Shopware?
Ja. Du scannst die Artikel, die tatsächlich ins Paket gehen, dann den Befehl sendproducts, und beeShip erzeugt das Label für genau diese Positionen. Shopware zeigt die Bestellung als „Teilweise versandt“ mit Sendungsnummer und wechselt nach dem letzten Paket automatisch auf „Versandt“.
Wie kommt die Buchhaltung an die Bestelldaten?
Mit beeShip über die Anbindung an Lexware Office oder sevDesk: beeShip legt die Rechnungen aus den importierten Shopware-Bestellungen dort an, mit Vorlage, Steuersatz und Zahlungsziel pro Verkaufskanal. Wer schon ein ERP nutzt, erledigt das dort.
Unterstützt beeShip mehrere Shopware-Shops?
Ja, du kannst mehrere Shopware 6-Shops parallel verwalten. Für jeden Shop legst du in Shopware eine eigene Integration an, die Bestellungen laufen zentral in beeShip zusammen. Das ist besonders für Händler mit mehreren Marken oder Ländern interessant.
Hinweis: Funktionen und Konditionen von Shopsystemen und Marktplätzen können sich ändern – prüfe die aktuellen Bedingungen direkt beim Anbieter.
Wir bauen Lagersoftware für Onlinehändler und Fulfiller im DACH-Raum – damit dein Lager schneller, fehlerfreier und unabhängiger versendet.
Dein Lager. Schneller, fehlerfrei, automatisch.
Wir zeigen dir in 30 Minuten, wie beeShip mit deinem Shop, Billbee und deinen Paketdiensten zusammenspielt – an deinem eigenen Ablauf.
- Verdopple deine Versandkapazität
- Bis zu 99,9 % weniger Versandfehler
- Plug & Play mit Billbee, Shopify & Co.